EU-Eröffnung: Fester – Rohstoffwerte im Aufwind

Der Pariser CAC-40-Index legte 0,99 Prozent auf 3.850,02 Punkte zu. In London rückte der britische FTSE 100 mit Rohstofftiteln an der Spitze um 0,95 Prozent auf 5.183,00 Punkte vor.


Das Plus an den Märkten – trotz der anhaltend dünnen Nachrichtenlage – sei auch den wieder festen Rohstofftiteln zu verdanken, sagte Analyst Ben Potter von IG Markets in London. Seines Erachtens könnten aber wegen der geringen Impulse jegliche Unsicherheitsfaktoren wieder kurzfristig Druck auf die Märkte bringen. Die Commerzbank betonte unterdessen, dass aus technischer Sicht die Aufwärtsdynamik der europäischen Aktienindizes der vergangenen zwei Wochen nachlässt. Die Vorgabe ist unterdessen impulslos bis leicht positiv.


Rohstoffwerte profitierten von steigenden Metall- und Ölpreisen und sorgten mit ihren Kursgewinnen laut Händlern für gute Stimmung in Europa. Nachdem der US-Dollar seine jüngste Korrektur zum Euro wieder abgebrochen habe und erneut zur Schwäche neige, erholten sich im Gegenzug die Rohstoffpreise wieder. Der US-Ölpreis pendelte sich nach dem Kursrutsch am Vortag wieder bei der Marke von 70 Dollar ein. Händler begründeten den Preisanstieg mit Signalen für eine Erholung der Ölnachfrage. Hiervon profitierten beispielsweise im EuroSTOXX 50 Repsol-YPF mit plus 1,82 Prozent auf 19,055 Euro, Total verteuerten sich um 1,62 Prozent auf 42,36 Euro.


Auch der Goldpreis ist wieder über 1.000 Dollar je Unze geklettert, wovon laut Händlern insbesondere der britische Markt mit den Schwergewichten Rio Tinto und BHP Billiton profitiert. BHP-Aktien gewannen 2,29 Prozent auf 1.741,00 Pence. Rio Tinto, die 2,63 Prozent auf 2.713,50 Pence zulegen, wurden laut Händlern zudem durch den Verkauf von Alcan Composites an den Schweizer Maschinenbaukonzern Schweiter gestützt. Die Transaktion im Wert von 349 Millionen Dollar solle noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, wie der Schweizer Zeitung «NZZ» zu entnehmen ist.


Die Vivendi-Aktien knüpften unterdessen an ihre jüngste Aufwärtsbewegung an und zählten mit plus 2,20 Prozent auf 21,165 Euro zu den besten Werten in Europa. Börsianer erwarteten weiterhin neue Aussagen zu einem möglichen Verkauf des 20-Prozent-Anteils am führenden US-amerikanischen Film- und TV-Anbieter NBC Universal. Zuletzt hatten sich Spekulationen verstärkt, dass der französische Medienkonzern seine Beteiligung abgeben könnte. Die Papiere von Accor sprangen sogar um 4,55 Prozent auf 39,665 Euro nach oben, nachdem die französische Hotelkette 158 F1-Hotels für 272 Millionen Euro verkauft hat und damit die Verschuldung senkt. (awp/mc/pg/10)

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