EU-Eröffnung: Freundlich – Bankenwerte stützen

Im Tagesverlauf dürften einige Konjunkturdaten sowohl aus der Eurozone als auch den USA für Bewegung sorgen, bevor dann am Abend die mit Spannung erwartete Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) ansteht.


An der Spitze im EuroStoxx kletterten Deutsche Bank um 2,57 Prozent auf 50,77 Euro. Generell waren Finanzwerte gefragt, nachdem die strengeren Eigenkapital-Vorschriften die Banken nach Informationen aus Kreisen später als ursprünglich gedacht treffen. So legten auch BNP Paribas, Unicredit und Societe Generale zu. Der Banken-Unterindex stieg entsprechend um 0,68 Prozent und führte damit die Sektorenliste an.


In London gewannen AstraZeneca 0,83 Prozent auf 2.852,00 Pence. Der Beraterausschuss der amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA habe sich für Crestor bei der Anwendung von Patienten mit zwar gesunden Cholesterinwerten, aber anderen Herzinfarkt-Risiken ausgesprochen, teilte der Pharmakonzern mit. United Utilities verloren nur optisch stark – die Titel des Versorgers werden ex Dividende gehandelt.


In der Schweiz stiegen Credit Suisse im positiven Branchenumfeld um 0,30 Prozent auf 50,75 Franken. Unterdessen steht die Bank im Streit mit den USA vor einer Vergleichszahlung. Diese könnte bei mehr als einer halben Milliarde US-Dollar legen. Die Vergleichsverhandlungen seien in einem «sehr fortgeschrittenen Stadium», hiess es. Hintergrund der möglichen Busse sind Devisenlieferungen an Länder, die unter US-Embargo stehen.


Von einer Studie profitierten Aktien von Vallourec, die um 3,22 Prozent auf 120,20 Euro zulegten. Goldman Sachs hatte die Titel des französischen Stahlkonzerns von «Neutral» auf die «Conviction Buy List» gehoben. Vallourec dürfte von der Erwartung steigender Ölpreise und grossen neuen Projekten in der Öl- und Gasindustrie ab 2010 profitieren, so die Analysten. (awp/mc/ps/10)

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