EU-Eröffnung: Freundlich – Weitere Beruhigung und Stabilisierung

Die Zinssenkung der US-Notenbank habe Schlimmeres verhindert, sagte Stratege Robert Halver von der Bank Vontobel: «Aber wir sind noch nicht durch.» Auch Aktienhändler Carsten Jansing sieht Chancen für eine Erholung an den weltweiten Aktienmärkten.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 reduzierte aber seine frühen Gewinne von bis zu 1,65 Prozent und lag zuletzt mit plus 0,54 Prozent bei 3.774,06 Punkten. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 rückte um 0,31 Prozent auf 3.211,06 Zähler vor. Auch die Euronext-Börsen verzeichneten Gewinne und der breit gefasste Euronext 100 legte 0,78 Prozent auf 858,08 Punkte zu. Der Pariser CAC 40 gewann 0,96 Prozent auf 4.889,20 Zähler und der Londoner Leitindex FTSE 100 stand mit 0,24 Prozent im Plus bei 5.753,70 Punkten.


Technologiewerte standen laut Händlern im Fokus: Der grösste europäische Chiphersteller STMicroelectronics hat im vierten Quartal zwar wegen laufenden Restrukturierung weniger Gewinn ausgewiesen. Der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) habe aber mit 0,27 US-Dollar um ein Cent über der Analystenprognose gelegen, sagten Händler. Der Umsatz erhöhte sich wie erwartet um 6,9 Prozent auf 2,74 Milliarden Dollar. Die Aktien büssten dennoch 0,74 Prozent auf 8,06 Euro ein. Dabei stützten auch nicht die nachbörslich in den USA veröffentlichten Zahlen vom US-Halbleiterhersteller Texas Instruments (TI) , die im vierten Quartal mehr verdient hatten als von Experten erwartet. TI-Aktien gewannen nachbörslich 4,19 Prozent auf 30,19 Dollar. Apple-Titel rutschen dagegen wegen eines enttäuschenden Ausblicks nachbörslich um 11,38 Prozent ab.


In London legten BHP Billiton mit dem Markt um 0,31 Prozent auf 1.301 Pence zu. Das weltweit grösste Bergbauunternehmen dürfte Analysten zufolge für das erste Halbjahr einen Rekordgewinn berichten, nachdem der aktuelle Produktionsbericht sehr gut ausgefallen sei.

Gaz de France (GDF) verteuerten sich um 2,30 Prozent auf 35,60 Euro. Der französische Staatskonzern hat seinen Umsatz im Schlussquartal 2007 um 13 Prozent auf 9,3 Milliarden Euro gesteigert. Aktien der Lonza Group legten in Zürich 1,87 Prozent auf 130,40 Schweizer Franken zu. Das Geschäftsergebnis 2007 hat Analysten zufolge bei der operativen Rentabilität positiv überrascht.


In Zürich sprangen Swiss Re um 7,61 Prozent auf 79,20 Franken hoch. Die Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway ist mit einen Anteil von gut drei Prozent als Grossaktionär bei dem weltgrössten Rückversicherer eingestiegen. Zudem wurde mit Berkshire Hathaway ein Rückversicherungsvertrag abgeschlossen. Das durch diesen Vertrag freigesetzte Kapital soll für den Rückkauf von Aktien verwendet werden.


Die vom Luxusgüterkonzern Compagnie Financiere Richemont vorgelegten Umsatzzahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres blieben laut Händlern hinter den Markterwartungen zurück. Aussagen zum weiteren Jahresverlauf sind der Pressemitteilung keine zu entnehmen, was am Markt ebenfalls enttäusche. Die Aktie verlor 3,69 Prozent auf 60,10 Franken. (awp/mc/ab)

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