EU-Eröffnung: Gewinne nach guten Vorgaben – Studien bewegen

Der EuroSTOXX 50 legte um 0,56 Prozent auf 4.146,61 Punkte zu. Der STOXX 50, der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gewann 0,43 Prozent auf 3.730,47 Punkte. Der Euronext 100 stieg um 0,69 Prozent auf 965,29 Zähler. Der französische Leitindex CAC 40 ging um 0,62 Prozent auf 5.552,65 Punkte nach oben. Der Londoner Leitindex FTSE 100 gewann 0,30 Prozent auf 6.212,50 Punkte.


Ölwerte gehörten angesichts der fallenden Ölpreise und wegen negativer Analystenkommentare europaweit zu den Verlierern. So gaben Repsol-YPF am EuroSTOXX-50-Ende um 1,04 Prozent auf 25,68 Euro nach. Die Deutsche Bank hat die Titel von «Hold» auf «Sell» gesenkt. Eni verloren 0,65 Prozent auf 24,60 Euro, nachdem die Deutsche Bank sie von «Buy» auf «Hold» gesenkt hat. Die Papiere von TOTAL verbilligten sich nach negativen Nachrichten um 0,38 Prozent auf 52,30 Euro.


Der venezolanische Präsident Hugo Chavez hat am Montag Pläne angekündigt, die Elektrizitäts- und Telekommunikationsgesellschaften des Landes zu verstaatlichen und lukrative Ölprojekte, an denen ausländische Ölkonzerne beteiligt sind, unter nationale Eignerschaft zu stellen.


Die BP-Aktie fiel nach enttäuschenden Zahlen um 1,90 Prozent auf 542,00 Pence. BP berichtete für das vierte Quartal einen Rückgang der Öl- und Gasproduktion. Die Produktion sei von Oktober bis Dezember auf rund 3,82 Millionen Barrel Öläquivalent pro Tag (BOEPD) gefallen, teilte das Unternehmen mit. Im vergangenen Jahr waren es noch 4,022 Millionen BOEPD.


Die Titel von Cairn Energy verloren am «Footsie»-Ende 1,91 Prozent auf 1.692,00 Pence, nachdem die Tochter Cairn India Ltd am Montag ein schwaches Debüt an der Börse in Bombay gegeben hatte. In Reaktion darauf stufte Bridgewell Securities die Aktie von «Buy» auf «Overweight» ab. BG Group verloren 0,46 Prozent auf 644,50 Pence.


Marks & Spencer litten nach guten Zahlen unter Gewinnmitnahmen und gaben um 1,03 Prozent auf 717,50 Pence nach. Der britische Einzelhändler hat für das vergangene Quartal eine Umsatzsteigerung von 5,6 Prozent für den heimischen Markt bekanntgegeben. Das Investmenthaus Seymour Pierce hat sein Kursziel für die Aktie von 690 auf 712 Pence angehoben und auch seine Jahresschätzungen erhöht. Dagegen senkte Bridgewell Securities die Einstufung von «Buy» auf «Neutral».


Aegon-Aktien profitierten von einer positiven Studie und legten um 3,88 Prozent auf 15,00 Euro zu. Merrill Lynch erhöhte die Einstufung auf «Buy».


Die Titel der Airbus-Mutter EADS gewannen 1,38 Prozent auf 25,69 Euro. Angesichts der Auftragsflut für das Mittelstreckenflugzeug A320 erwägt Airbus einem Pressebericht zufolge eine stärkere Ausweitung der Produktion. Es gebe Überlegungen, die Produktion auf 40 Maschinen pro Monat auszubauen, berichtet das «Handelsblatt» (Dienstag) unter Berufung auf französische Gewerkschaftskreise. Eine Sprecherin des Unternehmens sagte laut «Handelsblatt» auf Nachfrage, dass es hierzu noch keine Vorbereitungen gebe. Zudem hat die grösste asiatische Billigfluggesellschaft AirAsia am Montag bei Airbus 50 weitere A320 fest bestellt und sich Optionen auf nochmals 50 Flugzeuge dieses Typs gesichert.


Bei den britischen Werten gewannen die Aktien von British Sky Broadcasting (BskyB) 2,68 Prozent auf 537,00 Pence, nachdem Morgan Stanley sie auf «Overweight» hochgestuft hat. Titel der Bank HBOS honorierten eine Hochstufung mit einem Kursanstieg von 2,47 Prozent auf 1.160,00 Pence. Credit Suisse hob das Rating auf «Outperform» an.


Minenwerte profitierten von einer Erholung des Goldpreises und Kursanstiegen der asiatischen Wettbewerber. So legten Vedanta um 2,44 Prozent auf 1.135,00 Pence zu. Rio Tinto gewannen 1,82 Prozent auf 2.580,00 Pence, und Antofagasta verteuerten sich um 2,03 Prozent auf 478,50 Pence.


In der Schweiz stiegen Nobel-Biocare-Titel mit plus 5,23 Prozent auf 387,25 Schweizer Franken an die SMI-Spitze, nachdem die Deutsche Bank das Kursziel deutlich von 420 auf 525 Franken erhöht hat. Das Biotech-Unternehmen verfüge als Branchenführer als einziges über die adäquate Strategie und die Infrastruktur, um von dem zu erwartenden positiven Trend in der Premium-Zahnersatztechnologie in den kommenden Jahren zu profitieren, hiess es als Begründung. (awp/mc/pg)

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