EU-Eröffnung: Gut behauptet – Suez verlieren

Die Börse in Tokio blieb am Morgen wegen eines Feiertags geschlossen, die anderen asiatischen Märkte schlossen leicht im Minus.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 machte seine Anfangsverluste wett und gewann in der ersten Handelsstunde 0,22 Prozent auf 4.234,57 Punkte. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 gab um 0,12 Prozent auf 3.534,95 Zähler nach. Der Euronext 100 legte um 0,20 Prozent auf 947,35 Punkte zu. In Paris stieg der CAC 40 um 0,25 Prozent auf 5.385,02 Zähler. Der Londoner FTSE 100 gewann 0,22 Prozent auf 6.215,40 Punkte.


Suez-Titel verloren 3,32 Prozent auf 44,87 Euro. Credit Agricole will ihre Beteiligung an dem französischen Versorger auflösen. Der Anteil von 2,07 Prozent soll verkauft werden, teilte das Finanzhaus am Montag mit. An der Börse ist das Aktienpaket rund 1,26 Milliarden Euro wert. Credit Agricole stiegen um 0,98 Prozent auf 22,68 Euro.

Philips-Aktien legten um 1,65 Prozent auf 27,80 Euro zu und gehörten zu den besten Werten im EuroSTOXX 50. Der südkoreanische TV-Gerätehersteller LG Philips LCD – ein Gemeinschaftsunternehmen von LG und Philips – hat im wichtigen Schlussquartal ein Rekordergebnis eingefahren.


Areva gewannen 1,47 Prozent auf 712,80 Euro. Der französische Atomkonzern hat nach Presseangaben einen Auftrag aus China erhalten. Zudem konkurriert Areva mit dem US-Unternehmen Westinghouse um den Bau des zweiten Atomkraftwerks in Südafrika. Die Zeitung «Cape Times» (Kapstadt) zitierte am Montag einen Sprecher des staatlichen Eskom-Energiekonzerns, wonach beide Unternehmen zur Abgabe von Angeboten aufgefordert wurden. Das neue Kernkraftwerk soll ab 2010 gebaut werden und sechs Jahre später ans Netz gehen.


In London verteuerten sich Scottish & Newcastle (S&N) um 0,61 Prozent auf 739,00 Pence. Laut einem Bericht des «Sunday Telegraph» könnte der US-Getränkekonzern Anheuser-Busch seinen britischen Konkurrenten beim Gebot für Baltic Beverage Holdings (BBH) unterstützen, um sich so gegen die gemeinsame Offerte von Heineken und Carlsberg zu wehren. BBH ist ein russisches Gemeinschaftsunternehmen von S&N und Carlsberg. Heineken verloren 0,69 Prozent auf 40,47 Euro. Dagegen ging es für Carlsberg um 1,66 Prozent auf 611,00 dänische Kronen hoch – hier stützte eine Hochstufung von Dresdner Kleinwort.


An der Schweizer Börse zeigte sich die Aktie der UBS unbeeindruckt von negativen Nachrichten mit plus 1,10 Prozent bei 49,58 Schweizer Franken. Bei der Grossbank drängen US-Investoren und Hedge-Fonds einem Bericht der Schwizer «SonntagsZeitung» zufolge auf eine Aufspaltung des Instituts. Zudem werde dem achtköpfigen Topmanagement um Marcel Rohner wegen des Debakels im US-Immobilienmarkt der Bonus gestrichen. (awp/mc/ab)

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