EU-Eröffnung: Schwach – Öl- und Montanwerte gefragt

Der STOXX 50 fiel um 1,04 Prozent auf 2.817,49 Zähler. Der französische CAC-40-Index sank um 1,20 Prozent auf 4.313,42 Punkte. Der Londoner FTSE 100 verlor 0,79 Prozent auf 5.329,60 Punkte. Die US-Börsen hatten am Vorabend zwar etwas fester geschlossen, der Future auf den US-Leitindex Dow Jones wies zuletzt aber auf einen negativen Börsenstart am Nachmittag hin. In Japan gingen die Börsen geprägt von weiteren Sorgen über die Kreditkrise etwas schwächer aus dem Handel.


Wie schon am Vortag stiegen die Aktien von ArcelorMittal mit plus 0,12 Prozent auf 51,90 Euro an die Spitze des EuroSTOXX 50 und waren zeitweilig der einzige Titel mit Gewinnen. Medien in Thailand hatten berichtet, dass der europäische Stahlhersteller Interesse an einem Anteilskauf von G Steel habe. Bereits am Vortag war der Titel gestiegen, nachdem der Konzern über Zukäufe in Brasilien informiert hatte.


Die Aktien von Fortis verloren 2,85 Prozent auf 8,85 Euro und zählten damit zu den schwächsten Werten im Index. Der niederländisch-belgische Finanzkonzern trennt sich von dem chinesischen Vermögensverwalter ABN AMRO TEDA. Für etwa 165 Millionen Euro erwirbt der britisch-südafrikanische Versicherer Old Mutual 49 Prozent der Anteile. Die Aktien von Old Mutual fielen in London um 2,73 Prozent auf 92,70 Pence. Die Mehrheit an dem Gemeinschaftsunternehmen hält weiterhin die chinesische Stadt Tianjin.


In London stiegen Öl- und Minenwerte an die Spitze des FTSE 100. Die Titel des Bergbauunternehmens Eurasian Natural Resources setzten sich mit plus 3,99 Prozent auf 1.068,00 Pence. Tullow Oil sanken um 2,63 Prozent auf 761,00 Pence, Xstrata stiegen um 2,56 Prozent auf 3.085,00 Pence. Auch Ferrexpo, Rio Tinto und Anglo American legten um mehr als zwei Prozent zu. Händler verwiesen auf die gestiegenen Rohstoffkosten, diese stützten die Kurse. Im EuroSTOXX 50 verbuchten Eni, TOTAL und Enel mit rund einem halben Prozent Abschlag die geringsten Verluste.


Finanzaktien verbuchten europaweit Abschläge. Händler verwiesen auf negative Impulse aus Deutschland. Im milliardenschweren Skandal um unverkäufliche US-Anleihen steht laut einem Zeitungsbericht nun auch die Deutsche Bank im Visier der Justiz. Alan Haft, der Chef des Finanzdienstleisters Haft Financial, sagte allgemein, er halte es für unwahrscheinlich, dass die Sorgen über den Finanzsektor bald nachlassen. Es werde weiterhin schwierig bleiben, die Verluste durch faule Immobilienhypotheken zu bestimmen. «Ich glaube, dass im Markt immer noch viel Angst in Bezug auf den Finansektor steckt.»


In der Schweiz sackten die Aktien von Holcim nach einer enttäuschenden Zwischenbilanz von Holcim um 3,24 Prozent auf 74,55 Franken an das untere Ende des Swiss-Market-Index (SMI). Der Zementhersteller erzielte im ersten Halbjahr 2008 weniger Umsatz und Gewinn. Der starke Schweizer Franken und der Wegfall eines Devestitionsgewinns waren die Gründe hierfür. (awp/mc/ps/12)

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