EU-Eröffnung: Schwächer – Negative Vorgaben belasten

«Die Erholung seit März war bemerkenswert. Die meisten Indizes haben sich seit Jahresbeginn stark entwickelt, auch wenn wir noch unter dem Niveau vor dem Zusammenbruch von Lehman liegen», sagte Valerie Plagnol, Strategin bei CM-CIC Securities in Paris. «Aber das Glas ist immer noch halb leer. Die Konjunkturdaten haben sich verbessert, doch der Ausblick auf den privaten Konsum ist immer noch düster.»


Aktien von Alcatel-Lucent gaben als Schlusslicht im CAC-40 um 5,96 Prozent auf 2,399 Euro nach. Der französische Telekomausrüster bringt eine 750 Millionen Euro schwere Wandelanleihe auf den Markt, um seine Schulden zu refinanzieren. Einige Analysten hatten in den vergangenen Wochen bereits entsprechende Überlegungen des Unternehmens vermutet. Kepler begrüsste indes die Massnahme und liess die Aktie auf «Buy» mit eine Kursziel von 2,40 Euro. Zudem hiess es in einem südkoreanischen Medienbericht, Alcatel-Lucent gehöre ebenso wie der Handy-Hersteller Sony Ericsson und eine Beteiligungskapitalgesellschaft der US-Investmentbank JPMorgan zum engeren Kandidatenkreis für einen Kauf des LG-Nortel-Anteils von Nortel Networks .


Die Ankündigung einer Kapitalerhöhung liess B-Aktien von Maersk um deutliche 7,32 Prozent auf 34.200,00 dänische Kronen fallen. Die dänische Reederei-Gruppe will ihre finanzielle Flexibilität erhöhen und plant dafür den Verkauf von bis zu 250.340 oder 5,7 Prozent ihrer B-Aktien. Nach Angaben des Unternehmens betrüge der Preis auf Basis des gestrigen Schlusskurses bis zu 9,2 Milliarden dänische Kronen (1,24 Milliarden Euro).


Dagegen ging es für Eni-Papiere um 0,61 Prozent auf 16,37 Euro hoch, womit sie zu den besten Werten im Mailänder MIB30-Index gehörten. Der Öl- und Gaskonzern teilte mit, er stehe mit der britischen Beteiligungsgesellschaft Kersch in Verhandlungen über einen Verkauf seiner Raffinerie in Livorno.


In London büssten Anteilsscheine der Lloyds Banking Group 4,84 Prozent auf 101,30 Pence ein. Die vom britischen Staat gestützte Bank hat nach einem Pressebericht Aussicht auf frisches Geld. Bedeutende Investoren würden eine 10 Milliarden Pfund (rund 11,4 Milliarden Euro) schwere Kapitalerhöhung unterstützen, berichtete der «Guardian» am Dienstagabend in seiner Online-Ausgabe. Mit dem Geld solle die Abhängigkeit von der Regierung eingedämmt werden. Um welche Investoren es sich genau handelt, schrieb die Zeitung nicht. (awp/mc/ps/09)

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