EU-Eröffnung: Uneinheitlich – US-Futures im Minus

Händler verwiesen darauf, dass die US-Futures ins Minus gedreht seien und nun einen schwächeren Börsenstart an der Wall Street erwarten liessen.


Der EuroSTOXX 50 gewann zuletzt nur noch 0,39 Prozent auf 2.129,95 Punkte. Der französische CAC-40-Index rückte um 0,28 Prozent auf 2.877,50 Punkte vor. In London drehte der FTSE 100 ins Minus und verlor, vor allem belastet von den Minenwerten, 0,70 Prozent auf 3.925,31 Zähler.


Vor allem für die Finanzwerte ging es daher erneut weiter aufwärts: ING Groep legten um weitere knapp 13 Prozent zu, nachdem sie tags zuvor fast 20 Prozent gewonnen hatten. Aegon rückten um knapp sechs und UniCredit um knapp fünf Prozent vor. Zu den wenigen Verlierern unter den Banken zählten die Titel der BNP Paribas mit minus 0,35 Prozent auf 34,38 Euro und die Societe Generale mit minus 0,16 Prozent auf 31,75 Euro.


Die Aktien der Credit Suisse (CS) büssten im Swiss-Market-Index (SMI) 0,44 Prozent auf 36,56 Franken ein. Die Bank hatte an diesem Morgen von einem starken Start in das laufende Jahr berichtet. Das gegenwärtig unsichere Marktumfeld mache aber Voraussagen für 2009 schwierig, bekräftigte die CS Group ihre Aussagen von Mitte Februar. Die Aktien der Swiss Life Holding waren dagegen mit plus 3,81 Prozent auf 75,00 Franken stärkster SMI-Wert. Der Schweizer Versicherer und die deutsche Talanx vereinbarten eine strategische Partnerschaft: Talanx steigt bei Swiss Life ein und übernimmt von Swiss Life zugleich einen knapp zehnprozentigen Anteil am deutschen Finanzdienstleister MLP.


In London sprangen Barclays um 4,03 Prozent auf 126,375 Pence hoch. Wie eine mit der Situation vertraute Person der «Financial Times» verhandelt die britische Grossbank derzeit über den Verkauf ihrer ETF-Sparte iShares mit Goldman Sachs . Es gebe aber noch mindestens drei weitere Interessenten. Zusätzlich im Blick steht hier auch die Banco Popolare aus Italien, die ihre Jahreszahlen noch vorlegen wird. Die Titel gewannen unterdessen rund 13 Prozent. Der Stahlkonzern ArcelorMittal bestätigte seine Prognose für den operativen Gewinn im ersten Quartal und gab zudem bekannt, eine Wandelanleihe in Höhe von 750 Millionen Euro begeben zu wollen. Das Papier legte um 4,62 Prozent auf 15,40 Euro zu.


Die auf dem Preis für Eisenerz lastende Wirtschaftsflaute verursachte Kursverluste bei den Minenwerten. So rechnet etwa der australisch-britische Bergbaukonzern Rio Tinto mit einem Einbruch in diesem Jahr. Es werde aber nicht zu der von vielen Stahlkochern erwarteten Halbierung kommen, sagte der zuständige Rio-Tinto-Manager Sam Walsh am Rande einer Konferenz in Perth. Minenwerte wie Rio Tinto, Xstrata , Anglo American , Kazakhmys und Antofagasta versammelten sich daher am Ende des britischen «Footsie» und waren die grössten Index-Verlierer mit Einbussen zwischen fünf und sieben Prozent. (awp/mc/pg/12)

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