EU-Eröffnung: Verluste – Übernahmen im Fokus

Der Dow Jones Industrial war nach Börsenschluss in Europa im Zuge erneuter negativer Nachrichten vom Hypothekenmarkt noch um 219 Punkte abgerutscht und hatte sehr schwach geschlossen. Auch die Nasdaq-Börsen schlossen sehr schwach. Der Nikkei ging knapp behauptet aus dem Handel.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 fiel um 0,69 Prozent auf 4.100,95 Zähler. Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, gab um 0,65 Prozent auf 3.694,15 Punkte nach. Der Euronext 100 stand mit 0,76 Prozent auf 985,32 Zähler im Minus. In Paris verlor der CAC 40 0,93 Prozent auf 5.545,72 Punkte. Für den FTSE 100 ging es um 0,47 Prozent auf 6.195,20 Punkte nach unten.


Aktien von ABN Amro gewannen entgegen dem schwachen Markttrend 0,03 Prozent auf 35,06 Euro. Im Übernahmekampf um die niederländische Bank bleibt das belgisch-schottisch-spanische Banken-Konsortium im Rennen. Wie das Bieter-Konsortium aus Fortis , Royal Bank of Scotland und Santander (BSCH) mitteilte, hat es sich mit ABN Amro auf die «Fortsetzung eines konstruktiven Dialogs» geeinigt. Dabei sollten offene Fragen des Gebots für die niederländische Bank geklärt und faire Voraussetzungen erhalten bleiben.


Um die Übernahme von ABN Amro bietet auch die britsche Barclays Bank , die vom Vorstand der niederländischen Bank als Partner bevorzugt wird. Nach Erhalt der letzten Freigabe seitens der Behörden legt die britische Grossbank ihr Übernahmeangebot für ABN Amro nun offiziell vor. Die Offerte starte am Dienstag, und die ABN-Aktionäre hätten bis zum 4. Oktober Zeit, sie anzunehmen, teilte das britische Institut am Montag in London mit. Aktien der britischen Bank gaben überdurchschnittliche 1,25 Prozent auf 670,50 Pence nach. Auch Papiere der Royal Bank of Scotland sanken stärker als der Gesamtmarkt und verloren 1,48 Prozent auf 566,50 Pence. Santander verloren 1,33 Prozent auf 13,33 Euro, und Papiere von Fortis verbilligten sich um 0,91 Prozent auf 28,18 Euro.


An der Madrider Börse gewannen Titel von Endesa 0,23 Prozent auf 39,63 Euro. Der Vorstand des Versorgers hat das von Acciona und Enel abgegebene Übernahmeangebot in Höhe von 40,16 Euro je Aktie als «positiv» bezeichnet.


In London verteuerten sich Titel von Imperial Chemical Industries (ICI) um 1,11 Prozent auf 638,05 Pence. Das britische Chemieunternehmen hat das erhöhte Übernahmeangebot des Wettbewerbers Akzo Nobel in Höhe von 670,00 Pence je Aktie angenommen. ICI-Aktionäre sollen zusätzlich Dividenden für 2007 erhalten. Papiere des niederländischen Chemieunternehmens fielen um 1,48 Prozent auf 58,67 Euro.


ITV stiegen nach einem positiven Analystenkommentar um 2,55 Prozent auf 104,40 Pence und setzten sich damit an die Spitze des FTSE 100 . Merrill Lynch hat die Aktien des Medienunternehmens von «Sell» auf «Neutral» hochgestuft. Zur Begründung hiess es, die Werbeeinnahmen könnten weiterhin überraschen. Ausserdem reflektiere die Hochstufung die höheren Gewinnprognosen. (awp/mc/ab)

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