EU lässt Paraguay-Rindfleisch zu – Cervelat-Därme noch nicht

Aus diesem Grund habe der EU-Entscheid nur «indirekte Wirkungen» auf die Cervelat-Situation in der Schweiz, sagte Balz Horber, Direktor des Schweizerischen Fleisch-Fachverbandes, der Nachrichtenagentur SDA. Ausgewählte und speziell geprüfte Betriebe dürfen nach der Lockerung durch die EU wieder nach Europa liefern.


Positive Signale aus Brüssel
Es habe positive Signale aus Brüssel gegeben, dass der Schweizer Lieferant bald eine solche Bewilligung erhalte, sagte Horber weiter. «Sobald diese Lieferungen bewilligt sind, kann der Bedarf an Rinderdärmen für die Cervelat-Hüllen zu 70% sichergestellt werden.»


Vorerst kein Engpass zu befürchten
Vorerst droht aber kein Engpass. Dank Lieferungen aus Argentinien und Uruguay hatte eine vom Fleisch-Fachverband gebildete «Task Force Cervelat» im Juli die Lage entschärfen können. Auch mit den Lieferungen aus Paraguay könnte es aber laut Horber bereits im Frühjahr 2009 wieder eng werden.


Die EU-Kommission lockerte das Importverbot für Rindfleisch aus Paraguay, wie die Nachrichtenagentur DPA am Mittwoch meldete. Die EU hatte die Importe wegen der Maul- und Klauenseuche verboten. Die Einfuhr der traditionellen Cervelat-Hülle aus Brasilien war im Frühjahr von der EU wegen BSE-Risiko verboten worden. (awp/mc/pg/29)

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