EU-Mittag: Gut behauptet – Kurserholung schmilzt

Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, legte um 0,18 Prozent auf 3.769,74 Punkte zu. Der Euronext 100 stieg um 0,26 Prozent auf 1.019,85 Punkte. Der Pariser CAC 40 verbesserte sich um 0,17 Prozent auf 5.694,50 Zähler. In London gewann der Leitindex FTSE 100 gestützt auf Kursgewinne der schwer gewichteten Minentitel 0,23 Prozent auf 6.476,50 Punkte.


Nach einer Atempause zu Wochenbeginn nahm die Berichtssaison wieder an Fahrt auf und sorgte für entsprechende Impulse. So verteuerten sich Swiss Re in Zürich um 1,87 Prozent auf 103,70 Schweizer Franken und führten damit den Leitindex SMI an. Zwischenzeitlich ging es gar auf 106 Franken nach oben. Der weltgrösste Rückversicherer hat im dritten Quartal einen Gewinnrückgang verbucht und die Erwartungen der Analysten dennoch deutlich übertroffen.


In London legten Marks & Spencer nach zwischenzeitlichem Anstieg auf 649,00 Pence zuletzt um 0,55 Prozent auf 635,50 Pence zu. Der Einzelhandelskonzern hat im ersten Geschäftshalbjahr mit einem Anstieg des Vorsteuergewinnes um 11,5 Prozent die Erwartungen übertroffen. Zudem wurden Pläne für ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Volumen von einer Milliarde Pfund veröffentlicht und die Zwischendividende deutlich angehoben.


Associated British Foods rutschten um 2,58 Prozent auf 888,50 Pence an das Ende des «Footsie». Der britische Lebensmittelkonzern hat mit den Ergebnissen zum Geschäftsjahr die Erwartungen übertroffen. Gleichzeitig warnten AB Foods jedoch vor «weiteren grossen Belastungen» für den Gewinn durch die EU-Reform des Zuckermarktes. Hohe Rohstoffkosten sollten zudem weiter für Margendruck sorgen. InterContinental Hotels Group verloren nach Zahlen 1,62 Prozent auf 1.033 Pence.


In Paris hat der französische Luxusgüterkonzern und PUMA-Mehrheitsaktionär PPR seinen Umsatz im dritten Quartal kräftiger als erwartet um knapp 22 Prozent gesteigert. Die Erlöse sind zwischen Juli und September auf 5,195 (VJ: 4,262) Milliarden Euro gestiegen. Auf vergleichbarer Fläche und ohne Währungseffekte bedeutete dies ein Plus von 5,8 Prozent. Für die Papiere ging es dennoch um 0,91 Prozent auf 130,34 Euro nach unten.


Abseits der Bilanzvorlagen sprangen Electricite de France (EdF) um 3,52 Prozent auf 84,79 Euro an. Die Papiere profitierten von einer Anpassung des MSCI World-Index, sagten Händler. Dies sorge durch die zu erwartenden Portfolioanpassungen bei Indextrackern vor allem im Hinblick auf den niedrigen Streubesitz der Aktie für Impulse.


Telekomtitel gehörten zu den gefragtesten Werten im EuroSTOXX. So zogen Telecom Italia um 1,60 Prozent auf 2,1975 Euro an. Die UBS startete ihre Beobachtung des Telekomkonzerns mit «Buy» und einem Ziel von 2,45 Euro, Credit Suisse nahm die Einstufung mit «Neutral» und einem Kursziel von 2,35 Euro wieder auf. Neben einer festen Deutschen Telekom gewannen France Telecom 1,77 Prozent auf 25,86 Euro.


In Kopenhagen sprangen Vestas Wind Systems um 8,30 Prozent auf 483,00 Dänische Kronen an. Der Windkraftanlagenbauer hat sein Ergebnis im dritten Quartal deutlich gesteigert. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) wuchs von 40 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 102 Millionen Euro. (awp/mc/gh)

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