EU-Schluss: Gewinne – Rohstoff- und Energiewerte im Plus

Dort hatten positive Analystenkommentare und gute Nachrichten aus der Pharmabranche für Kauflaune gesorgt.


Der EuroStoxx 50 kletterte um 1,91 Prozent auf 2.926,05 Punkte und machte damit seine Verluste von Ende letzter Woche wieder mehr als wett. In Paris gewann der CAC-40-Index 2,05 Prozent auf 3.872,06 Zähler. Der Londoner FTSE 100 rückte um 1,87 Prozent auf 5.293,99 Punkte vor.


Zu den Gewinnern zählten Ölwerte, die von dem stabilen Rohölpreis profitierten. Der Preis für das «Schwarze Öl» wiederum profitierte von der Kältewelle in Europa. Eni-Titel legten um 2,65 Prozent auf 17,45 Euro zu, Papiere von Total um 3,13 Prozent auf 43,85 Euro. Titel von Tullow Oil um 2,60 Prozent auf 1.834,50 Pence. Der britisch-niederländische Ölkonzern Royal Dutch Shell plant zudem den Verkauf von Ölfeldern in Nigeria im Wert von bis zu fünf Milliarden US-Dollar, wie die «Sunday Times» berichtete.


Die hohe Stromnachfrage im Zuge des Wintereinbruchs nutze auch den Aktien von Versorgern. So gewannen die Titel von GDF Suez 2,41 Prozent auf 29,35 Euro und für die Anteilsscheine von Iberdrola ging es um 2,08 Prozent auf 6,6350 Euro nach oben.


Die unter dem Ärmelkanal verkehrenden Eurostar-Züge sollen indes am kommenden Dienstag ihren Betrieb wieder aufnehmen, nachdem auch sie von der Kältewelle getroffen worden waren. Es werde aber in den kommenden Tagen nur ein «eingeschränktes Angebot» geben, Behinderungen auf der Zugstrecke zwischen London, Paris und Brüssel seien weiter wahrscheinlich, teilte Eurostar-Chef Richard Brown mit. Eurotunnel-Papiere stiegen um 3,65 Prozent auf 6,731 Euro.


Bankentitel zeigten sich nach den jüngsten Sorgen um eine strengere Regulierung der Kapitalmärkte wieder erholt. Aktien von BNP Paribas gewannen 2,72 Prozent auf 55,88 Euro. Papiere von Barclays verteuerten sich um 3,31 Prozent auf 273,00 Pence.


Anteilsscheine von London Stock Exchange sanken zudem um 1,60 Prozent auf 706,00 Pence und bildeten damit das Schlusslicht im «Footsie». Der Börsenbetreiber will 60 Prozent der Verluste schreibenden Handelsplattform Turquoise übernehmen und diese mit der eigenen Plattform Baikal fusionieren.


Pharmawerte rückten ebenfalls in den Blick. Papiere von Sanofi-Aventis etwa rückten um 0,20 Prozent auf 54,81 Euro vor. Der Pharmahersteller hatte mit einem aktualisierten Bericht zu seiner Projekt-Pipeline für Aufmerksamkeit gesorgt. Angeblich will Sanofi-Aventis die Entwicklung von zwei seiner Produkte stoppen. Andererseits wollen die Franzosen auch den auf Gesundheits- und Wellness-Produkte spezialisierte US-Konzern Chattem übernehmen. Aktionäre des US-Unternehmens freuten sich daraufhin zuletzt über ein Plus von 32,65 Prozent auf 92,83 Dollar.


In Zürich sackten Actelion um 3,94 Prozent auf 56,05 Schweizer Franken an das Ende des Swiss-Market-Index (SMI) . Das Unternehmen hatte mit dem Schlafmittel-Produktkandidaten Almorexant in einer ersten Phase-III-Studie zwar einen Erfolg erzielt. Allerdings seien «gewisse Nebenwirkungen» beobachtet worden, die genauer analysiert und in längerfristigen Studien untersucht werden sollen.


Wiederum in Paris waren Papiere von Safran mit einem Aufschlag von über 4 Prozent auf 13,485 Euro stark gefragt. Der französische Triebwerkshersteller und sein US-Partner General Electric (GE) werden für den chinesischen Airbus-Konkurrenten C919 Triebwerke im Wert von zehn Milliarden Dollar liefern. Auf jeden Partner entfallen fünf Milliarden. Der Gesamtwert samt Wartung liegt bei 15 Milliarden Dollar. GE-Titel legten um 0,83 Prozent zu. (awp/mc/ps/31)

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