EU-Schluss: Knapp behauptet – Sorgen um USA-China-Streit

Händler sahen diese Erholung auch von Rohstoffwerten gestützt, die von der Stabilisierung der Gold- und Ölpreise profitierten.


Der EuroStoxx 50 verlor 0,07 Prozent auf 2.829,25 Punkte und schloss nahe dem Tageshoch. In der Vorwoche hatte der europäische Leitindex 3,20 Prozent gewonnen und auf einem neuen Jahreshoch geschlossen. Der Pariser CAC-40-Index fiel am Montag um 0,11 Prozent auf 3.730,61 Zähler. In London gewann der FTSE 100  0,15 Prozent auf 5.018,85 Punkte.


Tagesgewinner im EuroStoxx 50 waren Vivendi mit plus 2,97 Prozent auf 19,770 Euro. Fundamental gebe es keine Nachrichten bei dem französischen Medienkonzern, sagte ein Händler. Er verwies eher auf eine leicht positive Charttechnik, nachdem sich das Papier in den vergangenen Handelstagen korrigiert habe und sich nun von einer Unterstützung nach oben abstosse.


Finanztitel litten dagegen europaweit unter Gewinnmitnahmen, die Händlern zufolge auch von negativen Aussagen des Nobelpreisträgers Joseph Stiglitz ausgelöst worden seien. Dieser habe sich am Wochenende erneut kritisch geäussert und gesagt, er sehe Banken weiter in der Krise. Fortis hielten mit minus 4,54 Prozent auf 2,964 Euro die «Rote Laterne» im europäischen Leitindex hoch, ING Groep sackten um 3,24 Prozent auf 10,915 Euro ab. In Paris zählten die Aktien der Societe Generale mit einem Abschlag von 2,36 Prozent auf 49,600 Euro und Credit Agricole mit minus 2,48 Prozent auf 12,580 Euro zu den grössten Verlierern.


Eine negative Branchenstudie von Societe Generale zum Autosektor belastete unterdessen die Aktien der französischen Autobauer. Die Analysten stuften den europäischen Autosektor von «Overweight» auf «Neutral» ab. Zudem belasteten negativ aufgenommene Aussagen von Renault. Der für das operative Geschäft zuständige Renault-Manager Patrick Pelata sagte der Zeitung «La Tribune», es gebe zwar Wachstumssignale, doch Renault habe die Krise noch nicht hinter sich. Die Renault-Aktie gab 2,75 Prozent auf 32,39 Euro ab.


Die Londoner Börse profitierte hingegen von einer Erholung der Öl- und Minenwerte, die im «Footsie» schwer gewichtet sind. Der Sektor habe von der Stabilisierung der Preise für Rohöl und Gold profitiert und die meisten Aktien seien nach anfänglichen Verlusten schliesslich noch ins Plus geklettert.


Bei den Minenwerten gingen Lonmin mit plus 0,58 Prozent bei 1.732 Pence aus dem Handel, Anglo American verteuerten sich um 0,54 Prozent auf 2.066 Pence. Royal Dutch Shell legten als Ölwert 0,32 Prozent auf 1.728 Pence zu. Ebenfalls in London gewannen Cadbury-Aktien weitere 1,35 Prozent auf 780,50 Pence. Der britische Süsswarenproduzent wehrt sich weiter gegen eine Übernahme durch den US-Lebensmittelhersteller Kraft Foods. (awp/mc/ps/34)

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