EU-Schluss: Moderate Gewinne dank guter US-Konjunkturdaten

Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago jedoch hatte sich im August überraschend deutlich eingetrübt.


Der EuroStoxx 50 schloss 0,24 Prozent höher bei 2.622,91 Punkten, im frühen Handel war er jedoch noch um 1,53 Prozent abgesackt. Auf Monatssicht sank der europäische Leitindex wegen der zunehmenden Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Erholung um 4,35 Prozent. In Paris rückte der CAC 40 an diesem Dienstag nach anfänglichen Verlusten um 0,11 Prozent auf 3.490,79 Punkte vor. Der Londoner FTSE 100 schaffte nach einem Feiertag am Montag ebenfalls den Sprung in die Gewinnzone und legte nun um 0,45 Prozent auf 5.225,22 Punkte zu.


Stärkster Wert im europäischen Leitindex waren die Papiere von Bayer, die um 2,43 Prozent auf 48,18 Euro stiegen. Händler verwiesen auf Studiendaten zum Hoffnungsträger Xarelto, einem viel versprechenden Gerinnungshemmer. Dahinter folgten die Papiere des französischen Baustoffkonzerns Saint-Gobain, die 1,93 Prozent gewannen.


In London standen Rohstoffwerte weit oben auf der Einkaufsliste der Anleger. So kletterten die Papiere von Rio Tinto um 2,37 Prozent auf 3.300,00 Pence und die von Vedanta um 2,05 Prozent auf 1.889,00 Pence.


Spitzenreiter im „Footsie“ waren die Papiere von ARM, die um 8,58 Prozent auf 366,80 Pence in die Höhe schnellten. Der US-Chipproduzent Intel hatte signalisiert, dass er auch nach Übernahme der Handy-Sparte von Infineon auf die Produkte des britischen Prozessoren-Herstellers zurückgreifen möchte.


Finanzwerte zählten dagegen zu den grössten Verlierern in Europa: Der Stoxx Europe 600 Financial Services Index büsste als schwächster Sektorindex 0,64 Prozent ein, der Stoxx Europe 600 Versicherer fiel um 0,17 Prozent. Die allgemeine Unsicherheit drückte auf die Stimmung, sagte ein Händler.


Dabei rückte ein positiver Kommentar der Credit Suisse zum Bankensektor in den Hintergrund. Die Strategen der Schweizer Bank hatte die Gewichtung europäischer Banken in ihrer weltweiten Aktienanlage auf „Overweight“ weiter hochgestuft, nachdem makroökonomische Risiken aus Sicht der Analysten überbewertet seien. Im EuroStoxx 50 standen Aktien der Credit Agricole mit minus 2,36 Prozent auf 9,945 Euro am Indexende, die Anteile am niederländischen Versicherungskonzern Aegon verbilligten sich um 1,08 Prozent auf 4,038 Euro.


Carrefour profitierte im ersten Halbjahr vom Wachstum seines Geschäfts in den Schwellenländern und erwirtschaftete in den ersten sechs Monaten einen Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft. Die Aktien des Supermarktbetreibers konnten dennoch ihre Anfangsgewinne nicht halten und verloren 0,78 Prozent auf 35,83 Euro. Börsianer begründeten dies mit Gewinnmitnahmen nach den guten Unternehmensnachrichten. (awp/mc/ps/28) 

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