EU-Schluss: Schwach – weltweite Konjunktursorgen belasten

Dort waren im Juli die Verkäufe bestehender Häuser eingebrochen und auf den tiefsten Stand seit 15 Jahren gesunken.


Der EuroStoxx 50 schloss mit minus 1,74 Prozent auf 2.614,54 Punkte. In Paris verlor der CAC-40-Index 1,75 Prozent auf 3.491,11 Punkte. Der Londoner FTSE 100 gab 1,51 Prozent auf 5.155,95 Punkte ab.


Die Aktien des irischen Baukonzerns CRH stürzten im Auswahlindex der Eurozone nach einer Gewinnwarnung um 16,58 Prozent auf 11,70 Euro. CRH legte Quartalszahlen vor und rechnet inzwischen nicht mehr damit, sein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im zweiten Halbjahr – im Vergleich zum Vorjahr – steigern zu können. Stattdessen erwartet das Unternehmen nun im Gesamtjahr einen EBIDTA-Rückgang von rund zehn Prozent. CRH-Chef Myles Lee begründete dies mit dem schwachen US-Markt.


Unter dem Pessimismus der Iren litten die Bautitel europaweit: Zweitschwächster Wert im EuroStoxx 50 waren die Tiel von Saint Gobain mit einem Minus von 4,71 Prozent auf 28,955 Euro. Vinci sanken im Cac 40 um 2,56 Prozent auf 34,03 Euro und Lafarge um 4,35 Prozent auf 36,465 Euro. In Zürich gaben Holcim um 1,29 Prozent auf 61,20 Franken nach. HeidelbergCement büssten im Dax knapp 5 Prozent ein.


Dass sich der französische Hotelkonzern Accor von 48 Hotels in Europa trennen will, brachte der Aktie ein Plus von 0,30 Prozent auf 23,43 Euro ein. Sie sollen noch in diesem Jahr für insgesamt 367 Millionen Euro an ein Investorenkonsortium veräussert werden.


Die Aktien des Minenkonzerns Vedanta waren schwächster Wert im „Footsie“ mit minus 7,61 Prozent auf 1.906,69 Pence. Die indische Regierung hat ein umstrittenes Bauxit-Bergbauprojekt des britisches Konzerns gestoppt. Umweltminister Jairam Ramesh sagte am Dienstag, die Zustimmung für das 1,7-Milliarden-Dollar-Projekt (1,3 Milliarden Euro) im Osten des Landes sei aufgrund schwerwiegender Verstösse gegen Naturschutzgesetze verweigert worden. Bauxit ist der wichtigste Rohstoff für die Aluminiumproduktion.


Zudem standen unter den Bergbauwerten erneut BHP Billiton und nun auch Rio Tinto wegen Übernahmeavancen im Blick. Möglicherweise hat der weltgrösste Düngemittelhersteller Potash seinen „weissen Ritter“ gefunden: Der britisch-australische Rohstoffkonzern Rio Tinto erwägt laut einem Bericht der kanadischen Zeitung „Globe & Mail“ ein Gegengebot zu der Offerte von BHP für den kanadischen Kali-Produzenten. BHP verloren 1,48 Prozent auf 1.800,87 Pence und Rio Tinto sanken um 4,28 Prozent auf 3.212,10 Pence. (awp/mc/ps/27) 

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