EU-Schluss: Überwiegend Gewinne

Der EuroSTOXX 50 schloss mit plus 0,56 Prozent auf 2.050,96 Punkte. Im Wochenverlauf gewann der Benchmark-Index der Eurozone damit 4,1 Prozent. In London ging der FTSE 100 mit einem Aufschlag von 0,68 Prozent auf 3.842,85 Zähler in das Wochenende und legte damit insgesamt im Wochenverlauf um 2,4 Prozent zu. Der Pariser CAC-40-Index beendete den Freitag mit einem Aufschlag von 0,51 Prozent auf 2.791,14 Zähler. Mit Verlusten schlossen der Swiss-Market-Index (SMI) in der Schweiz und der skandinavische OMX-Index .


Finanztitel beendeten den Handel uneinheitlich: In London waren die Titel der HSBC Holdings nach der am Vortag genehmigten Kapitalerhöhung durch die Aktionäre mit minus 17,78 Prozent auf 371,00 Britische Pence grösster Verlierer im «Footsie». Am Donnerstag hatten 93 Prozent des anwesenden Kapitals der Ende Februar angekündigten Ausgabe von neuen Aktien für bis zu knapp 13 Milliarden Pfund zugestimmt. Dies ist die bisher grösste privat getragene Kapitalerhöhung in der Geschichte Grossbritanniens. Barclays folgten mit minus 6,67 Prozent auf 104,875 Pence. Sie litten unter einer Kursziel-Senkung von 140,00 auf 90,00 Pence durch Morgan Stanley. Den Analysten zufolge könnte die Bank eine weitere Kapitalspritze benötigen.


Intesa SanPaolo gingen nach Vorlage von Quartalszahlen kräftig auf Berg- und Talfahrt. Nach der Ankündigung, keine Dividende zahlen zu wollen, fielen die Titel der italienischen Grossbank zeitweise bis auf 1,715 Euro und gingen schliesslich mit plus 1,74 Prozent auf 1,872 Euro aus dem Markt. Intesa SanPaolo greift wegen roter Zahlen im vierten Quartal und der anhaltenden Unsicherheit an den Märkten auf das staatliche Rettungspaket zurück. Die Besitzer von Stammaktien müssen zudem auf eine Dividende für 2008 verzichten.


Der italienische Versicherungskonzern Generali dagegen will seinen Aktionären trotz eines überraschend hohen Gewinneinbruchs für das 2008 eine Dividende ausschütten. Das Papier stieg um 0,85 Prozent auf 11,83 Euro.


Nokia waren schwächster Wert im EuroSTOXX 50 mit minus 6,18 Prozent auf 8,35 Euro. Konkurrent Sony Ericsson hatte eine Gewinnwarnung für das erste Quartal herausgegeben, und dies wirke sich auch negativ auf den finnischen Handy-Weltmarktführer aus, sagten Händler. Ein Absatzeinbruch zu Jahresbeginn hatte den Handy-Hersteller Sony Ericsson noch tiefer in die Verlustzone gedrückt. Die Verbraucher hielten sich weiter mit Käufen zurück und auch die Händler bauten erst einmal ihre Lagerbestände ab, informierte das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony und des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson. Ericsson schlossen mit minus 8,97 Prozent auf 69,00 schwedischen Kronen und zogen den OMX ins Minus.


Gestiegene Metallpreise gaben den Aktien von Minenwerten in London Auftrieb. Knapp sechs Prozent gewannen Anglo American, Xstrata legten um fünf Prozent zu und BHP Billiton um knapp drei Prozent. (awp/mc/pg/30)

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