EU-Verlauf: Anfängliche Verluste aufgeholt – Versicherer gefragt

Der britische FTSE 100 gab unter dem Druck schwacher Rohstofftitel dagegen um geringe 0,11 Prozent nach auf 5.802,13 Punkte.


Die Anleger blieben weiter optimistisch und hätten den Rücksetzer zum Auftakt wieder für Käufe genutzt, sagten Marktteilnehmer. Gestützt wurde der neuerliche Anstieg europäischer auch von der Erholung des Futures auf den US-Leitindex Dow Jones Industrial im Laufe des Vormittags. Die Bedenken um eine mögliche Ausweitung der Schuldenkrise in der Eurozone bleiben weiter in den Hintergrund gedrängt.


In der Branchenübersicht setzte sich der Versicherungssektor mit deutlichen Aufschlägen ab. Prudential gewannen im «Footsie» 2,70 Prozent auf 628,75 Pence und profitierten damit von einer Kurszielanhebung der UBS. Analyst James Pearce stockte es von 700 auf 800 Pence auf und setzte die Aktien des englischen Versicherers zudem auf seine Empfehlungsliste. Das Standbein in Asien sei branchenweit einzigartig. Im EuroStoxx kletterten Axa mit einem Aufschlag von 2,81 Prozent auf 12,240 Euro an die Spitze, gefolgt von ebenfalls unter den Favoriten liegenden Aktien der Allianz und Generali.


Am Vortag noch auf den höchsten Stand seit Januar 2008 gekletterte Automobilwerte gaben indes am stärksten nach. Am Ende des europäischen Leitindex lagen BMW mit minus 1,89 Prozent auf 62,770 Euro. Daimler waren mit einem Verlust von 1,20 Prozent auf 53,500 Euro grösster Verlierer im Stoxx 50 und im Cac-40 sanken Renault um besonders deutliche 0,98 Prozent auf 45,155 Euro.


Aktien des britischen Medizintechnikunternehmens Smith & Nephew sprangen um 4,61 Prozent auf 635,00 Pence. «The Daily Mail» schürte laut Börsianern mit einem Bericht Übernahmespekulationen. Interessent könnte ein Konsortium privater US-Investoren sein, hiess es.


Crucell-Aktien legten um 1,03 Prozent auf 24,000 Euro zu. Der amerikanische Pharma- und Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson hat für das Biotechunternehmen nun offiziell ein Übernahmeangebot in Höhe von 24,75 Euro je Aktie unterbreitet. Die Annahmefrist läuft vom morgigen Donnerstag bis zum 16. Februar, sofern es nicht zu einer Verlängerung kommt. Die beiden Unternehmen hatten sich bereits im Oktober auf die Übernahme verständigt, die Crucell mit 1,75 Milliarden Euro bewertet. (awp/mc/ps/12)

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