EU-Verlauf: Fest nach sehr guten Vorgaben – ArcelorMittal und HSBC stark

Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 stieg am Mittag um 1,07 Prozent auf 4.357,92 Zähler. Der STOXX 50 , der auch Schweizer und britische Werte umfasst, legte 1,27 Prozent auf 3.758,94 Punkte zu. Der Pariser CAC 40 kletterte um 1,51 Prozent auf 5.622,40 Zähler. In London ging es für den Leitindex FTSE 100 um 1,51 Prozent auf 6.458,40 Punkte nach oben. Der Euronext 100 gewann 1,30 Prozent auf 998,65 Zähler.


ArcelorMittal gewannen 4,49 Prozent auf 51,23 Euro. Der weltgrösste Stahlkonzern hat im dritten Quartal mit einem Gewinnwachstum seine selbst gesteckten Ziele erreicht und die Dividende erhöht. Cheuvreux stufte das Papier dennoch von «Outperform» auf «Underperform» ab. Die Zahlen lägen beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Rahmen ihrer Schätzungen, doch bleibe der Ausblick für das vierte Quartal hinter ihren Prognosen zurück, begründeten die Analysten ihre neue Einschätzung.


UniCredit-Papiere stiegen um 1,56 Prozent auf 5,6700 Euro. Die italienische Grossbank hat im dritten Quartal den bereinigten Gewinn deutlich erhöht und damit das obere Ende der Analystenschätzungen erreicht, in absoluten Zahlen aber weniger verdient als ein Jahr zuvor. Händler verwiesen darauf, dass die Spekulationen über ausserordentliche Verluste, die die Aktie jüngst auf ein Zweijahrestief gedrückt hatten, sich nicht bewahrheitet hätten.


Für Alcatel-Lucent ging es getrieben von positiven Studien um 4,26 Prozent auf 5,87 Euro nach oben. Merrill Lynch stufte die Aktie des Telekomausrüsters aus Bewertungsgründen von «Sell» auf «Neutral» hoch. JP Morgan nahm die Beobachtung mit «Overweight» und einem Kursziel von 7 Euro auf.


In London ging es für HSBC-Titel nach Zahlen um 3,74 Prozent auf 874,00 Pence hoch. Die britische Grossbank HSBC sieht im bisherigen Verlauf des vierten Quartals keine Notwendigkeit von weiteren Milliardenabschreibungen. Seit Ende September habe es keinen massiven weiteren Korrekturbedarf wegen der Subprime-Krise gegeben. Händlern zufolge beruhigte das die Anleger, die weitere Belastungen gefürchtet hätten.


Das Bergbauunternehmen Lonmin hat im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz eines Rückgangs beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) die Markterwartungen leicht übertroffen. Für 2008 bestätigte das Unternehmen den Ausblick für die Umsätze mit Platin, warnte aber vor steigenden Kosten. Die Aktie stieg um 5,98 Prozent auf 3.261,00 Pence.


Titel von Sainsbury gaben nach anfänglichen Gewinnen am Indexende um 2,76 Prozent auf 414,00 Pence nach. Die Supermarktkette hat mit ihren Halbjahreszahlen das obere Ende der Analystenschätzungen erreicht. Die Experten von Landsbanki lobten zwar die Zahlen. Das angekündigte Gemeinschaftsunternehmen mit Land Securities habe aber Hoffnungen auf die Freisetzung von Werten geschürt, die sich nicht erfüllten. Trotz des Drucks durch den Grossaktionär Robbie Tchenguiz ist Sainsbury gegen eine Aufspaltung in separate Gesellschaften für das operative Geschäft und den Immobilienbestand des Unternehmens. Land Securities verloren 1,28 Prozent auf 1.548,00 Pence.


In Zürich gehörten wie auch im übrigen Europa die Bankenwerte zu den Favoriten, die sich merklich stabilisieren konnten. UBS verteuerten sich an der SMI-Spitze um 4,38 Prozent auf 56,00 Schweizer Franken, Credit Suisse Group legten um 3,09 Prozent auf 70,10 Franken zu. (awp/mc/pg)

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