EU-Verlauf: Gewinne – Rohstoffwerte treiben an

Marktstratege David Buik von BGC Partners gab sich zuversichtlich mit Blick auf die weitere Entwicklung: «Ich denke, es ist eher unwahrscheinlich, dass die Kurse bis Ende der Woche noch stark einbrechen werden, zumal wir auch auf das Quartalsende zusteuern. Auch von Seiten der Konjunktur dürften vorerst keine negativen Daten kommen.» Peter Dixon, Ökonom bei der Commerzbank in London, ergänzte: «Hinter uns liegt bereits eine solide Entwicklung und Investoren sind offenbar der Meinung, die Märkte noch ein Stück nach oben treiben zu können.»


Im Rohstoffsektor wurden dank höherer Metallpreise die grössten Gewinne eingefahren. So erreichte der Preis für Kupfer angesichts des wieder schwächeren Dollar im Vergleich zum Euro den höchsten Stand seit Januar. Händler verwiesen ausserdem auf die Erwartung eines stärkeren Wachstums in China, das zu einer entsprechend höheren Nachfrage nach dem roten Gold führen dürfte. Aktien der im «Footsie» gelisteten Minenkonzerne legten deutlich zu. Xstrata gewannen 2,81 Prozent auf 1.226,50 Pence und Antofagasta 1,58 Prozent auf 1.027,00 Pence.


Banken-Papiere erholten sich mehrheitlich von ihren Verlusten vom letzten Handelstag der Vorwoche. Banco Santander verteuerten sich um 0,75 Prozent auf 10,135 Euro. Aus dem Rahmen fielen jedoch Allied Irish Banks (AIB) und Bank of Ireland, die an der Dubliner Börse um 23,85 Prozent respektive 17,80 Prozent absackten. Der enorm hohe Rekapitalisierungsbedarf beider Banken setzte deren Titel unter Druck.


In Mailand sprangen die Titel von Bulgari mit plus 4,42 Prozent auf 6,265 Euro an die Spitze im MIB30-Index. Händler verwiesen auf Übernahme-Spekulationen durch den Schweizer Uhrenhersteller Swatch Group und auf Äusserungen von Swatch Chef Nick Hayek gegenüber dem deutschen Nachrichtenmagazin «Focus». «Ich verhehle nicht, dass es interessante grosse Marken gibt, die Entwicklungspotenzial haben». Bulgari zähle dazu. Swatch-Anteilsscheine notierten zuletzt in Zürich mit hauchdünnen Minus von 0,06 Prozent auf 343,00 Franken.


Vodafone Group verteuerten sich um 2,32 Prozent auf 150,10 Pence. Nach einem Bericht im «Sunday Telegraph» verhandelt der Telekomkonzern mit seinem US-amerikanischen Joint-Venture-Partner Verizon Communications über die Ausschüttung einer Dividende. Ein Vodafone-Sprecher lehnte einen Kommentar dazu allerdings ab. (awp/mc/ps/16)

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