EU-Verlauf: Knapp behauptet – Warten auf Fed – Vodafone gefragt

Die Fed veröffentlicht um 20.15 Uhr ihre Zinsentscheidung sowie die Begründung für diesen Schritt. Die Vorgaben sind laut Händlern mässig: Der US-Leitindex Dow Jones hatte seine Gewinne nach Handelsschluss in Europa teilweise abgegeben, Tokio tendierte am Morgen etwas schwächer.


Der europäische Leitindex EuroSTOXX 50 sank am Mittag um 0,43 Prozent auf 4.177,38 Punkte. Der auch Schweizer und britische Werte umfassende STOXX 50 gab 0,30 Prozent auf 3.773,11 Zähler ab. Der Euronext 100 verlor 0,46 Prozent 974,85 Punkte. Der französische CAC 40 büsste 0,55 Prozent auf 5.614,35 Zähler ein. In London sank der Leitindex FTSE 100 um 0,10 Prozent auf 6.235,70 Punkte.


In London gewannen Vodafone-Aktien nach Zahlen 1,70 Prozent auf 149,50 Pence. Der britische Mobilfunkkonzern hat die Zahl seiner Kunden im abgelaufenen Quartal überraschend deutlich erhöht. Zudem bestätigte das Unternehmen die Umsatz- und Margenprognosen für das Ende März auslaufende Geschäftsjahr. In den Monaten Oktober bis Dezember seien 8,7 Millionen neue Verträge abgeschlossen worden, teilte das Unternehmen mit. Analysten hatten lediglich mit 5,6 bis 7,6 Millionen gerechnet. Goldman Sachs, UBS und Morgan Stanley bekräftigten ihre Kaufempfehlung für den Titel.


Vivendi-Titel verloren 1,89 Prozent auf 31,65 Euro. Der Medien- und Telekomkonzerns hatte mit seinen Umsatzzahlen die Markterwartungen enttäuscht. Hauptverantwortlich dafür war den Firmenangaben zufolge die schwächelnde Entwicklung der Musik- und der Fernsehsparte. Börsianer sprachen von einer schwachen Umsatzentwicklung, was teils auch aus der nachteilhaften Währungsentwicklung resultiere.


Die Papiere der Banco Bilbao Vizcaya Argentaria (BBVA) verbilligten sich um 1,04 Prozent auf 19,02 Euro und konnten damit die robusten Zahlen nicht in Kursgewinne umsetzen. Die spanische Grossbank hat im vergangenen Jahr den Gewinn getragen von einem höheren Zinsüberschuss deutlich gesteigert. Die Dividende werde um 20 Prozent erhöht, teilte BBVA mit. Die soliden Zahlen seien bereits eingepreist, sagten Händler. Im Fokus stehe ohnehin die Sektorkonsolidierung.


Corus Group zogen um 6,84 Prozent auf 601,50 Pence an. Die Spitze des britisch-niederländischen Stahlkonzerns hat dem neuen Übernahmeangebot der indischen Tata Steel formal zugestimmt. Das Angebot von 608 Pence, mit dem sich Tata in der Nacht zum Mittwoch in dem entscheidenden Auktionsverfahren gegen den Widersacher Companhia Siderurgica Nacional (CSN) durchgesetzt hatte, sei vom Corus-Verwaltungsrat als „fair und angemessen“ bewertet worden. (awp/mc/pg)

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