EU-Verlauf: Kursgewinne – Aegon gefragt

Zu den Kursgewinnen trage auch bei, dass sich Spanien und Irland erfolgreich am Geldmarkt refinanziert habe, hiess es.


Die Berichtssaison in Europa ist derweil im Grossen und Ganzen vorbei. Nur noch vereinzelte Nachzügler wie Carlsberg , Schindler oder Wienerberger berichteten über die jüngste Geschäftsentwicklung. Später richtet sich der Blick der Anleger dann noch auf die Zahlen der beiden grossen US-Einzelhändler Wal-Mart und Home Depot, deren Bilanzen auch Hinweise auf die Konsumlust der Amerikaner geben. Ferner stehen mit der Zahl der Baubeginne und Baugenehmigungen für den Juli noch Neuigkeiten vom US-Immobilienmarkt auf dem Plan, ebenso wie Zahlen zur US-Industrieproduktion im selben Monat.


Im europäischen Leitindex verteidigten Aegon ihren bereits am Vormittag eingenommenen Spitzenplatz mit einem Kursplus von zuletzt 5,55 Prozent auf 4,562 Euro. Der Versicherer kommt beim Abbau der Staatshilfen voran. Noch in diesem Monat sollen 500 Millionen Euro an die niederländische Regierung zurückgezahlt werden, wie das Unternehmen mitteilte. Zudem konnte Aegon die Kosten für die derzeit noch im Konzern steckenden Staatshilfen von rund einer Milliarde Euro auf 800 Millionen Euro senken.


Minenwerte wurden in London gekauft, wobei vor allem Kupferaktien gefragt waren. Die US-Investmentbank Merrill Lynch hatte Kazakhmys auf „Neutral“ hochgestuft. Die Titel legten um 2,81 Prozent auf 1.209,75 Pence zu. Auch Antofagasta verteuerten sich.


In Kopenhagen gewannen die Papiere von Carlsberg 1,86 Prozent auf 509,00 dänische Kronen. Der Brauereikonzern strich im ersten Halbjahr dank des warmen Sommers und eines besser gelaufenen Russland-Geschäfts überraschend hohe Gewinne ein. Seine Prognose für das Gesamtjahr verdoppelte der Konzern, zu dem Marken wie Holsten, Feldschlösschen, Tuborg und San Miguel gehören.


In der Schweiz konnten die Aktien von Schindler im Anschluss an die Veröffentlichung von Halbjahreszahlen mit plus 3,79 Prozent auf 99.950 Franken überdurchschnittlich zulegen. Sie knüpften damit an die starke Entwicklung der beiden vorangegangenen Börsentage an. Sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn konnte der Aufzugs- und Rolltreppenbauer die Erwartungen der Analysten übertreffen.


An der Börse in Wien honorierten Anleger die jüngsten Unternehmenszahlen von Wienerberger mit einem Aufschlag von 6,70 Prozent auf 10,35 Euro. Der Ziegelproduzent hatte das erste Halbjahr etwas besser als vom Markt erwartet bewältigt. Speziell im zweiten Quartal hellte sich die Lage auf. (awp/mc/ps/16)

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