EU-Verlauf: Sehr schwach – Sorgen um Dubai schicken Banken auf Talfahrt

Dies allerdings ohne dass die «Traumtänzer» der Wall Street für mögliche positive Unterbrechung sorgen könnten.


Der EuroStoxx 50 sackte gegen Mittag um 2,01 Prozent auf 2.838,60 Zähler ab. Der Pariser CAC-40-Index büsste 2,12 Prozent auf 3.728,58 Zähler ein. In London rutschte der FTSE 100 um 1,82 Prozent auf 5.267,01 Punkte.


Die Regierung von Dubai bat die Gläubiger der Holding-Gesellschaft Dubai World und ihrer Tochterfirma Nakheel am Mittwoch um einen Aufschub für die Rückzahlung von Krediten. Die Ratingagentur S&P kappte bereits die Kreditratings für einige Unternehmen aus Dubai. Dies belastete die Stimmung für Finanzwerte europaweit. So verloren etwa ING 5,42 Prozent auf 9,098 Euro, gefolgt von der Deutschen Bank und BNP Paribas. In London waren Standard Chartered und Barclays unter den grössten Verlierern zu finden. Entsprechend sackte der Banken-Subindex um rund 3,5 Prozent ab. Auch die Aktien der LSE gaben um deutliche 4,17 Prozent auf 780,50 Pence nach – die Börse in Dubai hält am Londoner Marktbetreiber rund 22 Prozent.


Papiere von Telefonica verloren aber nur unterdurchschnittliche 0,54 Prozent auf 19,415 Euro. Telefonica kauft im Fernsehgeschäft zu. Der Konzern wolle einen Anteil von 21 Prozent an Digital Plus, der Bezahlfernseh-Sparte der Media Group Prisa, für 470 Millionen Euro erwerben, teilte der spanische Telekomkonzern am Mittwochabend mit. Lediglich 240 Millionen Euro würden davon bezahlt, die restliche Summe würde mit Schulden von Prisa bei Telefonica verrechnet.


Aktien der britischen Wasserversorger Severn Trent Water und United Utilities legten indes kräftig zu. Für Severn Trent ging es an der Spitze im FTSE 100 um 3,78 Prozent auf 1.045,00 Pence hoch, Titel des Konkurrenten legten um 1,61 Prozent auf 492,50 Pence zu. Händler verwiesen auf eine Entscheidung der Behörden, die Wasser-Abrechnungen für die kommenden fünf Jahre einzufrieren und nicht wie teilweise gefordert die Gebühren um vier Prozent zu senken. Für 2015 sei allerdings eine Senkung um durchschnittlich drei Prozent geplant.


Minenwerte kamen derweil mit fallenden Metallpreisen unter Druck. Zudem legte Antofagasta Zahlen vor. Aktien des Kupferherstellers weiteten ihre frühen Verluste etwas aus und fielen um 3,58 Prozent auf 903,625 Pence. Der Umsatz in den ersten neun Monaten ging um 39 Prozent zurück, der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen brach sogar um 49 Prozent ein. Auch Xstrata und Kazakhmys gaben deutlich nach. (awp/mc/ps/16)

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