EU-Verlauf: Verluste – Negativen Meldungen aus Asien, Banken-Werte im Minus

Die Ratingagentur S&P hatte den Ausblick für japanische Staatsanleihen von «Stabil» auf «Neutral» gesenkt und damit für weitere Unruhe unter den Anlegern gesorgt, sagten Händler. Zudem fürchteten Investoren, dass die chinesische Regierung Massnahmen ergreifen wird, um das hohe Wirtschaftswachstum in dem Land zu dämpfen.


Bankenwerte zählten wieder zu den grössten Verlieren. Titel der Unicredit sackten um 3,52 Prozent auf 2,0575 Euro ab. Barclays verloren in London mit minus 2,79 Prozent auf 268,30 Pence ebenfalls kräftig. In der Schweiz waren UBS mit einem Abschlag von 2,98 Prozent auf 14,31 Franken Schlusslicht im Swiss-Market-Index (SMI) .


Minenwerte litten unter niedrigeren Metallpreisen und belasteten den «Footsie» in London. Papiere des Goldproduzenten Fresnillo rutschten um 3,57 Prozent auf 689,00 Pence ab. Xstrata , Lonmin und Kazakhmys verbilligten sich um jeweils knapp 3 Prozent.


Im Pharmasektor stachen Novartis mit plus 1,26 Prozent auf 56,40 Franken positiv heraus. Der Konzern schloss das abgelaufene Geschäftsjahr dank der guten Nachfrage nach Medikamenten gegen Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen sowie einem kräftigen Umsatzplus im Impfstoffgeschäft mit einem Rekordgewinn ab. Zudem gaben die Schweizer mit Joe Jimenez überraschend den Nachfolger von Konzernchef Daniel Vasella bekannt. Oliver Kämmerer, Analyst bei der WestLB, zeigte sich beeindruckt von dem Zahlenwerk. Sämtliche Sparten hätten besser abgeschnitten als von ihm erwartet.


Nach den guten Zahlen von Apple und Texas Instruments gewannen Titel des Chipherstellers STMicroelectronics 0,89 Prozent auf 6,033 Euro, gaben damit aber einen Teil ihrer Gewinne vom Vormittag wieder ab.


In Amsterdam sorgten KPN für Aufmerksamkeit. Die vom niederländischen Telekomkonzern veröffentlichte Gewinnsteigerung im vierten Quartal entsprach den Erwartungen. Ausschlaggebend dafür waren aggressive Kostensenkungen. Zudem kündigte KPN Aktienrückkäufe im Wert von einer Milliarde Euro an. Analysten hatten dies erwartet. Die Titel büssten jedoch 1,92 Prozent auf 11,72 Euro ein. Nach Angaben der deutschen Kartellbehörden plant KPN den Kauf von Geschäftsbereichen von The Phone House Deutschland. (awp/mc/pg/17)

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