Euro fällt nach Talfahrt unter 1,33 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3295 (Donnerstag: 1,3607) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7522 (0,7349) Euro.


Steinbrück-Aussagen belasten
«Aussagen von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, der in einer zu hohen Verschuldung eine Belastung für den Euro sieht, haben die Kursverluste ausgelöst», sagte Rainer Sartoris, Devisenexperte vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Der Euro würde gefährdet, falls der europäische Stabilitäts- und Wachstumspakt nicht beachtet wird, sagte Steinbrück. Es sprach von auseinanderklaffenden Finanzierungsbedingungen der europäischen Staaten. Vor dem Hintergrund der weltweit beschlossenen Konjunkturprogrammen warnte er vor zu hohen Schulden, die das Vertrauen in die Kapitalmärkte belasten könnte.


US-Konjunkturdaten ohne grossen Einfluss
«Die im Tagesverlauf veröffentlichten Konjunkturdaten aus den USA haben am Markt keine grosse Rolle gespielt», sagte Sartoris. So war das von der Universität von Michigan erhobene Vertrauchervertrauen im März besser ausgefallen als zunächst ermittelt. Auch bei den übrigen in dieser Woche in den USA veröffentlichten Daten habe sich «Licht am Ende des Tunnels» abgezeichnet, sagte Sartoris. Es sei aber noch viel zu früh, von einer konjunkturellen Trendwende zu sprechen. Die Niveaus seien weiterhin extrem niedrig.


Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,92850 (0,93160) britische Pfund , 129,91 (133,63) japanische Yen und 1,5189 (1,5266) Schweizer Franken festgelegt. Die Feinunze Gold wurde in London mit 924,00 (938,25) Dollar gefixt./js/he

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