Euro fällt zeitweise unter 1,25 Dollar – Aktienmarktschwäche belastet

«Bereits in der Nacht zum Mittwoch haben stark gefallene Aktienmärkte in den USA und Asien den Euro belastet», sagten James Round, Devisenexperte bei der Landesbank Rheinland-Pfalz. In den vergangenen Tagen wurde der Dollar immer wieder als sicherer Hafen bei fallenden Aktienmärkten gesucht. Die in der Eurozone veröffentlichten Konjunkturdaten hätten das düstere Bild für die europäische Wirtschaft bestätigt, aber den Euro nicht weiter unter Druck gebracht, sagte Round. So ist die Industrieproduktion der Eurozone im September stärker als erwartet gefallen.


Weiterer Kurszerfall erwartet
«In den kommenden Tagen erwarte ich einen weiteren Kursverfall des Euro», sagte Round. Dazu dürften auch weiter sinkende Leitzinsen in der Eurozone beitragen. Laut Holger Schmieding, Europa-Chefvolkswirt der Bank of America, sollte der Lohnabschluss in der deutschen Metallindstrie es der EZB ermöglichen, den Leitzins weiter zu senken. «Das Risiko, dass höhere Löhne auf die Verbraucherpreise übergreifen, ist jetzt noch geringer als vor dem Abschluss.» Die Erhöhung der Entgelte um 4,2 Prozent liege deutlich unter den zunächst geforderten 8 Prozent. Im Dezember erwartet Schmieding eine Leitzinssenkung um 0,5 Prozentpunkte. Es gebe aber auch eine gute Chance für eine Senkung um 0,75 Prozentpunkte.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82310 (0,81470) britische Pfund , 121,81 (124,77) japanische Yen und auf 1,4868 (1,4978) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 724,75 (733,75) Dollar gefixt. (awp/mc/pg/29)

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