Euro fällt zum Dollar deutlich – Rekordhöchststand zum Yen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,3444 (Freitag: 1,3477) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7438 (0,7420) Euro.


Gestiegene Risikobereitschaft
„Eine gestiegene Risikobereitschaft hat den Dollar gestützt“, sagte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Offensichtlich wirkten hier die am Freitag veröffentlichten Daten zum höheren Verbrauchervertrauen in den USA nach. Verstärkte sogenannte Carry-Trades hätten den Dollar aber vor allem gegenüber dem Yen beflügelt. Bei Carry-Trades nutzen Devisenhändler die Differenz der Zinsen zwischen den USA und Japan. Sie verschulden sich in japanischen Yen und legen das Geld in höherverzinslichen Dollarbeständen an.


Historischer Höchststand von 163,94 Yen
Gegenüber dem Yen stieg der Euro hingegen und erreichte einen historischen Höchststand von 163,94 Yen. Die Zinserhöhung der chinesischen Notenbank in der vergangenen Woche habe laut Händlern den Yen zusätzlich belastet. Durch diese Zinserhöhung werde der chinesische Yuan für Anleger gegenüber dem Yen noch attraktiver.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,68265 (0,68390) britische Pfund, 163,32 (163,00) japanische Yen und auf 1,6562 (1,6536) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 658,00 (657,00) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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