Euro gefallen – Drohende Herabstufung von Spanien

Der Dollar kostete damit 0,7485 (0,7443) Euro. «Die drohende Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Spanien hat den Euro vor allem im Vormittagshandel belastet», sagte Viola Stork, Devisenexpertin von der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba). Die Ratingagentur Moody’s will nur zweieinhalb Monaten nach der letzten Herabstufung eine weitere Senkung der Kreditwürdigkeit prüfen. Spanien hat aber derzeit mit «AA1» noch die zweitbeste Note und wird damit deutlich besser bewertet als andere Krisenländer der Eurozone. «Der Markt wartet jetzt auf den EU-Gipfel am Donnerstag und Freitag», sagte Stork. Hier soll unter anderem ein dauerhafter Rettungsmechanismus für die Zeit nach 2013 beschlossen werden.


US-Konjunkturdaten belasten Euro nicht
Im Tagesverlauf konnte sich der Euro aber etwas von seinen anfänglichen Verlusten erholen. Auch teilweise besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten aus den USA hätten den Euro nicht weiter belastet, sagte Stork. Auf ein Rekordtief sank der Euro zum Schweizer Franken. Zeitweise fiel er bis auf 1,2761 Franken. Zum Franken gebe es in den vergangenen Tagen einen stabilen Abwärtstrend, während sich der Euro zum Dollar und zum britischen Pfund immer wieder erholt habe. «Der Schweizer Franken dient in der Schuldenkrise offenbar als sicherer Hafen.»


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85290 (0,84865) britische Pfund, 111,88 (111,63) japanische Yen und 1,2826 (1,2916) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze (31,1 Gramm) Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.388,75 (1.394,50) Dollar gefixt. Ein Kilo Gold kostete unverändert 33.020,00 Euro. (awp/mc/ps/23)

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