Euro hält sich stabil knapp unter 1,20 Dollar

«Der Kursanstieg des Euro ist eine primär technische Reaktion auf die Verluste der vergangenen Tage», sagte Folker Hellmeyer, Chefanalyst der Bremer Landesbank. Die am Nachmittag zur Veröffentlichung anstehenden Konjunkturdaten aus den USA hätten den Markt kaum bewegt, da sie im Rahmen der Erwartungen gelegen hätten. Gestützt werde der Dollar jedoch weiter durch steigende Leitzinsen in den USA. Hellmeyer verwies jedoch darauf, dass der Realzins weiterhin negativ sei. Die Inflationsrate in den USA liege weiterhin deutlich über dem Leitzins von derzeit 3,75 Prozent.


Stabilisierung erwartet
Hellmeyer erwartet in den kommenden Tagen eine Stabilisierung des Eurokurses. «Zurzeit werden einfach alle Konjunkturdaten ausgeblendet, die den Dollar belasten.» Auch die Überhitzung am amerikanischen Immobilienmarkt fände keinerlei Berücksichtigung am Devisenmarkt. «Langfristig ist eine solche Betrachtungsweise aber nicht durchhaltbar.»


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6767 (0,68005) britische Pfund , 138,19 (138,07) japanische Yen und 1,5511 (1,5516) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 464.30 (465,90) Dollar gefixt. (awp/mc/ab)

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