Euro klettert zeitweise auf Drei-Monats-Hoch

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3221 (Montag: 1,3073) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7564 (0,7649) Euro. „Nach dem kräftigen Anstieg der vergangenen Tage werden Gewinne am Markt mitgenommen“, sagte Devisenexperte Rainer Sartoris vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Darüber hinaus sei mit den enttäuschenden Konjunkturdaten aus den USA die Risikoscheu am Markt wieder etwas gestiegen. Dies habe den Euro etwas unter Druck gesetzt. Das grundlegende Bild für den Euro bleibe aber weiterhin günstig. Der Dollar stehe auf breiter Front unter Druck. Dies zeige sich an der jüngsten Schwäche des Dollar auch zu anderen wichtigen Währungen.


Langsamere Gangart der US-Wirtschaft
Die Daten aus den USA zum Konsum, zur Auftragsentwicklung in der Industrie und zum Häusermarkt deuteten auf eine langsamere Gangart der US-Wirtschaft in der zweiten Jahreshälfte hin. Vor diesem Hintergrund spekuliere der Markt weiter auf eine erneute Aufnahme der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank, sagte Sartoris. Die Sorge vor einem erneuten Abgleiten der US-Wirtschaft in eine Rezession hatten zuletzt eine Reihe von US-Konjunkturdaten genährt. Ein endgültiges Ende der Notmassnahmen der US-Notenbank erscheint vor diesem Hintergrund unwahrscheinlich.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82980 (0,82600) britische Pfund, 113,51 (113,27) japanische Yen und 1,3712 (1,3660) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.187,50 (1.188,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.490,00 (28.730,00) Euro. (awp/mc/ps/27)

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