Euro pendelt sich über Marke von 1,47 Dollar ein

Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4734 (Dienstag: 1,4677) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6787 (0,6813) Euro.


Natürliche Erholung nach kräftigem Kursrutsch
«Die Kraft für eine nachhaltige Erholung des Euro fehlt», sagte Devisenexperte Uwe Janz vom Bankhaus M.M. Warburg & Co. Dies zeige das rasch einsetzende Verkaufsinteresse nach dem zwischenzeitlichen Sprung über die Marke von 1,48 Dollar. Nach dem kräftigen Kursrutsch der vergangenen Tage erscheine eine Erholung aber nur natürlich. Neue Impulse habe der Markt mangels neuer Konjunkturdaten aus den Vereinigten Staaten und der Eurozone nicht erhalten. Das Geschehen sei entsprechend dünn, sagte Janz. Mit Spannung werde der Philadelphia-Fed-Index am Donnerstag in USA erwartet. Experten rechnen mit einer leichten Stimmungsaufhellung.


Stimmung spricht für den Dollar
«Die Stimmung spricht derzeit klar für den Dollar», sagte Janz. Die Experten rechneten damit, dass die grösste Volkswirtschaft der Welt die Krise am schnellsten hinter sich lassen wird. Dies stütze den Dollar. Vor diesem Hintergrund könnten selbst nur leicht positive Überraschungen bei den US-Konjunkturdaten dem Dollar erneut Auftrieb geben. Für die Eurozone bestimmten unterdessen weiter «Moll-Töne» das Geschehen. Hier scheine der konjunkturelle Tiefpunkt noch nicht erreicht.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,79315 (0,78850) britische Pfund , 162,22 (161,11) japanische Yen und auf 1,6177 (1,6109) Schweizer Franken fest. Der Preis für die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 815,75 (788,75) Dollar gefixt. (awp/mc/pg/25)

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