Euro sackt kurzzeitig unter 1,40 Dollar

Bereits kurz nach der Zinsentscheidung in den USA war der Euro unter Druck gekommen. Zwar setzt die US-Notenbank Fed ihren Kurs einer faktischen Nullzinspolitik fort und bekräftigte, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ein «aussergewöhnlich niedriges Zinsniveau über einen längeren Zeitraum» erforderten. Die Entscheidung über diese Formulierung wurde allerdings nicht einstimmig getroffen. Der Präsident der regionalen Notenbank von Kansas City, Thomas Hoenig, stimmte gegen eine Beibehaltung. Hoenig begründete seine Auffassung mit einer besseren Verfassung der Wirtschaft und der Finanzmärkte. Damit seien am Markt erste Spekulationen auf höhere US-Zinsen in der Zukunft aufgekommen, sagten Händler.


«Der Euro ist angeschlagen»
«Der Euro ist angeschlagen», hiess es von der Helaba in einem Morgenkommentar. Dies zeige sich dadurch, dass positive Nachrichten ignoriert und negative Meldungen zum Anlass genommen würden, die Währung zu verkaufen. Sorgen um ausufernde Staatsfinanzen einiger Länder der Eurozone rissen nicht ab. «Meldungen, wonach Griechenland Staatsanleihen im Wert von 25 Milliarden Euro nach China verkaufen will, können die Risikoaversion nicht lindern», so die Experten. (awp/mc/ps/04)

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