Euro setzt mit Sprung über 1,48 US-Dollar Rekordjagd fort

Der alte Höchststand vom 9. November bei 1,4751 Dollar wurde nach der jüngsten Ruhephase deutlich übertroffen. Bis zum späten Nachmittag gab der Euro leicht nach und notierte bei 1,4786 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,4785 (Montag: 1,4654) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6763 (0,6824) Euro.


Spekulationen über eine Zinssenkung der US-Notenbank halten den Dollar unter Druck
«Anhaltende Spekulationen über eine Zinssenkung der US-Notenbank halten den Dollar unter Druck», sagte Rainer Sartoris von Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt. Am Markt werde angesichts der schwelenden Häusermarktkrise und der Sorge vor einer kräftigen Wachstumsabschwächung spätestens im Dezember eine weitere Leitzinssenkung in den USA um 0,25 Prozentpunkte erwartet. Die Verunsicherung sei angesichts neuerlicher schlechter Nachrichten aus dem US-Bankensektor weiter hoch. Dies spreche gegen den Dollar, sagte Sartoris.


Keine Signale für eine Trendwende
Auch von den jüngsten US-Häusermarktdaten seien keine Signale für eine Trendwende ausgegangen, sagte Sartoris. In den Vereinigten Staaten ging die Zahl der Baugenehmigungen im Oktober mit 6,6 Prozent deutlich stärker als erwartet zurück. Die Baubeginne legten indes überraschend um 3,0 Prozent zu. «Das Überangebot an Häusern bleibt riesig», sagte Sartoris. Das Thema werde noch längere Zeit bestimmend bleiben. Der Euro nehme inzwischen Kurs auf die Marke 1,50 Dollar. «Derzeit fehlt schlicht die Basis für eine Wende», sagte Sartoris.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,71715 (0,71445) britische Pfund , 162,85 (161,58) japanische Yen und auf 1,6408 (1,6379) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 795,50 (778,85) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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