Euro sinkt in Richtung 1,50 Dollar

«Die schwachen Aktienmärkte haben den Dollar als Reservewährung gestützt und damit den Euro belastet», sagte Devisenexperte Eugen Keller vom Bankhaus Metzler. Die Aktien wiederum gerieten unter Druck, nachdem Zahlungsschwierigkeiten des Golf-Staats Dubai bekannt wurden. Dessen Investmentgesellschaft «Dubai World» hatte seine Gläubiger wegen Finanzproblemen um einen Zahlungsaufschub gebeten. Hintergrund ist der Niedergang des heimischen Immobiliensektors – eine Folge der schweren Finanzkrise.


Vorsichtige Investoren
«Zudem zeigen sich die Investoren angesichts der anhaltenden Dollar-Schwäche vorsichtig», ergänzte Keller. So sei mittlerweile nicht mehr gänzlich auszuschliessen, dass den Worten mehrerer grosser Notenbanken Taten – sprich: Devisen-Interventionen – folgen könnten. «Zudem neigt der Dollar zum Jahresende traditionell zur Schwäche.» Vor allem Japan leide wegen der starken Exportabhängigkeit seiner Industrie unter dem schwachen Dollar.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91100 (0,90310) britische Pfund , 130,70 (132,10) japanische Yen und 1,5098 (1,5095) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.182,75 (1.179,75 ) Dollar gefixt. Der Kilobarren kostete 25.235,80 (25.188,50) Euro. (awp/mc/pg/23)

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