Euro stabilisiert sich nach kräftigen Vortagesgewinnen

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagmittag auf 1,2675 (Donnerstag: 1,2525) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7890 (0,7984) Euro.


Zufallsbedingte Schwankungen
«Der Wechselkurs des Euro ist derzeit eher zufallsbedingt», sagte Devisenexperte Uwe Janz vom Bankhaus M.M. Warburg & Co. Der Euro pendele weiter in einer vergleichsweise breiten Spanne. Konjunkturdaten spielten am Markt nach wie vor keine grosse Rolle. So reagierte der Euro auch am Nachmittag kaum auf insgesamt doch eher enttäuschende Daten aus den USA: So sanken die Einzelhandelsumsätze im Oktober mit 2,8 Prozent stärker als erwartet. Unterdessen hellte sich die Konsumstimmung im November nach dem Vortageseinbruch überraschend auf. Insgesamt lieferten die Daten aus der grössten Volkswirtschaft der Welt weiter eher ein ernüchterndes Bild.


Zurückhaltung vieler Marktteilnehmer
Viele Marktteilnehmer hielten sich vor dem Hintergrund der starken Schwankungen mit Engagements am Devisenmarkt eher zurück, sagte Janz. Dies gelte vor dem Treffen der politischen Spitzen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) an diesem Wochenende in Washington besonders. «Jeder scheut sich, neue Risiken einzugehen», sagte der Experte. Ein grosser Durchbruch sei in Washington nicht zu erwarten. Die Reform des durch die Kreditkrise erschütterten globalen Finanzsystems sei ein langer und steiniger Weg. Die Politik dürfte aber gemeinsam ein Signal der Stabilität aussenden.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,85980 (0,84420) britische Pfund , 122,17 (120,34) japanische Yen und auf 1,5100 (1,4917) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 747,50 (713,50) Dollar gefixt. (awp/mc/gh/34)

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