Euro steigt nach Berg- und Talfahrt über 1,28 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2756 (Donnerstag: 1,2770) US-Dollar fest gesetzt. Der Dollar kostete 0,7839 (0,7831) Euro.

Losgelöst von Fundamentaldaten
«Die Bewegungen am Devisenmarkt sind derzeit nur schwer zu interpretieren, da sie losgelöst von Fundamentaldaten sind», sagte Währungsexperte Thomas Amend von HSBC Trinkaus. Schwankungen in den Wechselkursen würden derzeit fast ausschliesslich durch Sondereffekte ausgelöst. «Die nach wie vor hohe Unsicherheit wegen der Finanzkrise veranlasst die Anleger immer wieder zu Umschichtungen, mit entsprechenden Rückwirkungen auf die Wechselkurse.» Die hohe Schwankungsanfälligkeit des Eurokurses dürfte daher anhalten.

Stark enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt
Selbst stark enttäuschende Zahlen vom US-Arbeitsmarkt konnten den Euro am Freitag nur leicht beflügeln. Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums wurden in den USA in den letzten drei Monaten über eine halbe Million Stellen abgebaut, davon allein im Oktober 240.000 Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenquote schoss von 6,1 Prozent auf 6,5 Prozent in die Höhe – der höchste Stand seit über 14 Jahren. Laut Experten ein klares Anzeichen dafür, dass sich die Rezession in der grössten Volkswirtschaft der Welt ausweitet.

Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,80845 (0,80500) britische Pfund , 124,29 (124,86) japanische Yen und auf 1,4983 (1,4988) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 735,25 (754,50) Dollar gefixt. (awp/mc/gh/30)

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