Euro steigt nach schwachem US-Arbeitsmarktbericht über 1,33 Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,3176 (Donnerstag: 1,3184) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7590 (0,7585) Euro. „Das schwache Gesamtbild am US-Arbeitsmarkt hat den Euro beflügelt“, sagte Stephan Rieke Devisenexperte bei der BHF-Bank. Die Beschäftigtenzahl war im Juli doppelt so stark gesunken wie erwartet. Auf Monatssicht war die Zahl der Beschäftigten laut US-Arbeitsministerium um 131.000 zurückgegangen. Volkswirte hatten im Durchschnitt lediglich mit einem Abbau um 65.000 Stellen gerechnet. „Der Beschäftigungsrückgang ist zwar durch die Entlassungen nach der Volkszählung überzeichnet, aber auch nach der Bereinigung um diesen Faktor bleiben die Zahlen sehr enttäuschend“, sagte Rieke.


Konjunkturentwicklung in Eurozone weiter robust
„Das Wirtschaftswachstum in den USA ist derzeit noch zu schwach, um für eine Belebung am Arbeitsmarkt zu sorgen“, sagte Rieke. Gestützt werde der Euro auch die die jetzt wieder aufkommende Diskussion um zusätzliche Massnahmen der US-Notenbank zur Stützung der Konjunktur. In der Eurozone und vor allem in Deutschland sei die Konjunkturentwicklung weiter robust. Der leichte Rückgang der Industrieproduktion im Juni sei nicht bedrohlich und im Rahmen der monatlichen Schwankungen. Die Entwicklung der Auftragseingänge und der Frühindikatoren signalisiere eine anhaltend robuste Industriekonjunktur. Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,83010 (0,82930) britische Pfund , 113,14 (113,66) japanische Yen und 1,3830 (1,3820) Schweizer Franken fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.207,75 (1.192,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.890,00 (28.820,00) Euro. (awp/mc/ss/32)

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