Euro steigt nur leicht nach US-Leitzinssenkung

Der Dollar kostete damit 0,6725 (0,6752) Euro. «Die erneute Leitzinssenkung der US-Notenbank hat den Dollar kaum belastet, da sie so erwartet worden war», sagte Rainer Sartoris vom Bankhaus HSBC Trinkaus. Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend den Leitzins um 0,50 Prozentpunkte auf 3,00 Prozent reduziert, nachdem sie ihn bereits in der Vorwoche überraschend um 0,75 Prozentpunkte gesenkte hatte. «Von dieser Seite dürfte es für den Euro schwer werden, neuen Rückenwind zu erhalten, da am Markt eine Zinssenkung in den USA bis auf 2,00 Prozent erwartet wird», sagte Sartoris.


Erwartung sinkender EZB-Leitzinsen könnten belasten
Vielmehr könnte der Euro durch die Erwartung sinkender EZB-Leitzinsen belastet werden, sagte Sartoris. Noch werde die EZB jedoch durch die immer noch hohe Inflationsrate davon abgehalten. Die Verbraucherpreise sind in der Eurozone im Jahresvergleich im Januar um 3,2 Prozent gestiegen, nachdem sie im Dezember bereits um 3,1 Prozent geklettert waren. Die EZB strebt eine Inflationsrate von unter, aber nahe bei zwei Prozent an. Die Inflationsrate werde laut Sartoris im Februar zwar noch hoch bleiben, jedoch im weiteren Jahresverlauf sinken, was der EZB die Möglichkeit eröffne, auch die Zinsen zu senken.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,74770 (0,74340) britische Pfund , 157,93 (158,39) japanische Yen und auf 1,6051 (1,6135) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 923,25 (919,00) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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