Euro unbeeindruckt von guten US-Daten – Kurs stabil über 1,29 Dollar

Die Talfahrt der Gemeinschaftswährung seit dem Jahresbeginn dürfte nach Einschätzung von Experten vorerst gestoppt sein. Im Nachmittagshandel stand der Euro bei 1,2929 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am frühen Nachmittag noch auf 1,2958 (Donnerstag: 1,2922) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7717 (0,7739) Euro.


Leichte Kursverluste beim Euro
Überraschend gute Daten zum US-Verbrauchervertrauen im Januar sorgten nur für leichte Kursverluste beim Euro. „An den Finanzmärkten kann von einer Bodenbildung bei der Gemeinschaftswährung gesprochen werden“, sagte Devisenexperte Stephan Rieke von der BHF-Bank. Selbst nach einer ganzen Reihe von guten US-Konjunkturdaten im Verlauf der Woche dürfte der Euro in den kommenden Handelstagen eher in Richtung der Marke von 1,30 Dollar steigen.


Markt muss sich erst mal neu orientieren
Einen dauerhaften Sprung über die Marke von 1,30 Dollar dürfte es aber vorerst nicht geben. BHF-Experte Rieke erwartet vielmehr eine Seitwärtsbewegung der Gemeinschaftswährung im Handel mit dem Dollar. Der Markt müsse sich erst neu orientieren. Derzeit gebe es „temporäre Einflüsse“, die das Bild der konjunkturellen Entwicklung verzerren. Hierzu zählte Rieke das ungewöhnlich milde Winterwetter, das für eine Talfahrt beim Ölpreis sorgte. Erst mit der Veröffentlichung von „harten Konjunkturdaten“ wie zum Beispiel dem Bruttoinlandsprodukt gibt es nach Einschätzung von Rieke wieder klare Hinweise zur weiteren Entwicklung an den Devisenmärkten.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf unverändert 0,6565 britische Pfund , 157,13 (156,79) japanische Yen und auf 1,6178 (1,6182) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 629,00 (635,00) Dollar gefixt.(awp/mc/ab)

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