Eurokurs bleibt vor EZB-Zinsentscheid bei 1,26 US-Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2622 (Dienstag: 1,2643) Dollar fest gesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7923 (0,7910) Euro.


Warten auf Trichet-Entscheid
«Entscheidend bleibt, wie EZB-Präsident Jean-Claude Trichet die Erwartung einer weiteren Zinserhöhung im Juni bestätigt», sagte Devisenexperte Armin Mekelburg von der HVB. Trichet werde eine Zinserhöhung vorbereiten. Am Markt wird fest damit gerechnet, dass die Währungshüter den Leitzins am Donnerstag bei 2,50 Prozent belassen, im Juni aber mit einem kleinen Zinsschritt auf 2,75 Prozent erhöhen. «Trichet wird kein Öl ins Feuer giessen und die Zinsspekulationen anheizen», sagte Mekelburg. Trichet hatte bei der Notenbanksitzung im April überraschend eine Zinserhöhung im Mai faktisch ausgeschlossen.


US-Konjunkturdaten mit wenig Einfluss
Von robusten US-Konjunkturdaten profitierte der Dollar nach Einschätzung von Mekelburg nicht nachhaltig. Während der Auftragseingang in der Industrie im März überraschend deutlich um 4,2 Prozent zum Vormonat zulegte, hellte sich die Stimmung im Dienstleistungssektor im April unerwartet auf. Die robusten Konjunkturdaten werden aus Sicht von Mekelburg von der in der kommenden Woche erwarteten vorerst letzten Zinserhöhung der US-Notenbank überlagert. «Mit dem vorläufigen Ende der Zinserhöhungen rücken die fundamentalen Belastungsfaktoren für den Dollar wieder verstärkt ins Blickfeld», sagte Mekelburg. Dies stütze den Euro.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6869 (0,68865) britische Pfund, 143,38 (143,48) japanische Yen und 1,5623 (1,5622) Schweizer Franken fest. Der Höhenflug des Goldpreises setzte sich fort. Die Feinunze Gold wurde in London mit 673,60 (661,00) Dollar festgesetzt. (awp/mc/pg)

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