Eurokurs deutlich gefallen

Im frühen Handel hatte der Euro noch 1,5650 Dollar gekostet. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,5551 (Mittwoch: 1,5656) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,6430 (0,6387) Euro.


Zinserhöhungen in USA erwartet
«Die Zinserhöhungserwartungen in den USA sind zuletzt deutlich gestiegen», sagte Carsten Fritsch, Devisenexperte von der Commerzbank. Mittlerweile erwarte keiner mehr ein Zinssenkung, und eine Mehrheit am Markt gehe sogar von einer Erhöhung der Leitzinsen im laufenden Jahr aus. Dazu beigetragen hätten Aussagen von Vertretern der US-Notenbank am Mittwochabend, die vor Inflationsgefahren gewarnt hätten, sagte Fritsch. Derzeit liegt der Leitzins in den USA bei 2,0 Prozent und in der Eurozone bei 4,0 Prozent.


Korrigierte US-Zahlen bewegen den Markt nicht
Die Erholung des Dollars dürfte laut Fritsch jedoch nicht anhalten. Er geht nicht davon aus, dass die US-Notenbank die Zinsen noch im laufenden Jahr anheben wird. «Zuletzt ist eine Reihe von Daten grottenschlecht ausgefallen», sagte Fritsch. «Die US-Konjunktur ist noch nicht reif für Zinserhöhungen». Die etwas nach oben revidierten Zahlen für das Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal hätten den Markt nicht bewegt, da sie erwartet worden seien. Die US-Wirtschaft ist im ersten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 0,9 Prozent gewachsen. In einer ersten Schätzung war noch ein Anstieg von 0,6 Prozent ermittelt worden.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,78660 (0,79315) britische Pfund , 163,76 (164,07) japanische Yen und auf 1,6291 (1,6255) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 881,95 (902,50) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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