Eurokurs fällt nach Talfahrt unter 1,30 Dollar

Der Dollar kostete damit 0,7683 Euro. „Die Kursverluste des Euro im Tagesverlauf sind auf technische Faktoren zurückzuführen“, sagte Folker Hellmeyer Chefanalyst der Bremer Landesbank. Die Entscheidung der US-Notenbank vom Dienstagabend, ihre Unterstützung für die US-Konjunktur unvermindert fortzuführen, sei kein Grund für die Dollar-Gewinne sondern ein Zeichen für die Schwäche der US-Wirtschaft. Der Euro sei einfach überkauft gewesen, jetzt habe eine Korrektur eingesetzt. Zudem belaste indirekt die Stärke des japanischen Yen auch den Euro.


Talfahrt voraussichtlich noch nicht zu Ende
Der Eurokurs kann in den kommenden Tagen laut Hellmeyer auf 1,2750 bis 1,28 Dollar fallen. „Ein neuer Trend zur Dollarstärke ist angesichts der schwierigen US-Wirtschaftslage allerdings nicht zu erwarten.“ Die strukturelle Schwäche der US-Wirtschaft spiegle sich auch in dem im Juni deutlich gestiegenen Handelsbilanzdefizit wieder. Das Handelsbilanzdefizit der USA war im Juni auf den höchsten Stand seit Oktober 2008 geklettert.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen hatte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,82780 (0,83520) britische Pfund, 110,56 (113,23) japanische Yen und 1,3695 (1,3895) Schweizer Franken fest gelegt. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde in London am Nachmittag mit 1.205,50 (1.192,50) Dollar gefixt. Der Kilobarren Gold kostete 28.960,00 (28.960,00) Euro. (awp/mc/ps/23)

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