Eurokurs fällt nach Veröffentlichung von US-Arbeitsmarktdaten

Zuvor hatte der Euro noch bei 1,2662 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,2664 (Donnerstag: 1,2721) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7896 (0,7861) Euro.


Zahlen des US-Arbeitsministeriums
Nach Zahlen des US-Arbeitsministeriums ist die Arbeitslosenquote im September leicht gefallen. Die Quote sank auf 4,6 Prozent von 4,7 Prozent im Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne erhöhten sich um 0,2 Prozent. Zugleich hatte die US-Wirtschaft im September deutlich weniger Stellen geschaffen als von Experten erwartet worden war. Die Zahl der Beschäftigten ausserhalb der Landwirtschaft stieg um 51.000 im Vergleich zum Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Plus von 105.000 gerechnet, nachdem im August revidiert 188.000 Stellen geschaffen worden waren.


Keine direkte Reaktion ablesbar
Die Reaktion des Eurokurses auf die US-Arbeitsmarktzahlen sei nicht direkt aus den veröffentlichten Daten abzulesen, sagte Volkswirt Rainer Sartoris von HSBC Trinkaus Burkhardt. So sei die Zahl der neu geschaffenen Stellen enttäuschend und ein Warnsignal, dass der US-Arbeitsmarkt abzukühlen drohe.


Positives Gesamtbild des US-Arbeitsmarkts
Als positiv wertete Sartoris hingegen das Gesamtbild des US-Arbeitsmarkts. Dabei verwies er auf die gesunkene Arbeitslosenquote und die nach oben revidierte Anzahl der neu geschaffenen Stellen im August. Ausserdem deuteten die gestiegen Stundenlöhne tendenziell darauf hin, dass es schnelle Zinssenkungen der Fed wohl nicht geben werde. Hierauf habe der Markt und somit der Eurokurs möglicherweise reagiert.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6729 (0,6761) britische Pfund , 149,47 (149,45) japanische Yen und 1,5881 (1,5887) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 560,75 (573,30) Dollar festgesetzt. (awp/mc/ab)

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