Eurokurs gesunken – Risikoscheue Anleger

Zeitweise war der Euro auch unter 1,33 Dollar gefallen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3405 (Mittwoch: 1,3476) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7460 (0,7421) Euro.


Euro weiter unter Druck
«Angesichts der grossen Risikoscheu an den Finanzmärkten ist der Euro weiter unter Druck geraten», sagte Folker Hellmeyer Chefanalyst der Bremer Landesbank. Profitiert habe von der Risikoscheu der Anleger neben dem Dollar vor allem der japanische Yen. Der Euro sank zum Yen zeitweise bis auf 151,92 Yen – den niedrigsten Stand seit März. «Zum US-Dollar könnte der Euro in den kommenden Tagen bis auf 1,3250 Dollar fallen», sagte Hellmeyer.


Kursverluste des Euro rein technisch bedingt
«Die Kursverluste des Euro sind aber rein technisch bedingt und nicht durch die wirtschaftlichen Daten gerechtfertigt.» Schliesslich gingen die Probleme an den Finanzmärkten von den USA aus. Eine unverantworliche Kreditvergabe in den USA habe diese Krise ausgelöst. «Die Lage am US-Häusermarkt verschlechtert sich zusehends und trübt das Bild für die Konjunktur der USA weiter», sagte Hellmeyer. So ist die Zahl der Baugenehmigungen im Juli auf den niedrigsten Stand seit elf Jahren gefallen. Auch die Zahl der Hausbaubeginne sank deutlich stärker als erwartet. Mittlerweile hätten 117 Hypothekenbanken Insolvenz angemeldet. «Die fundamentalen Aussichten für den US-Dollar verschlechtern sich also zusehends», sagte Hellmyer.


Andere wichtige Währungen
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,67560 (0,67750) britische Pfund , 153,19 (157,39) japanische Yen und auf 1,6302 (1,6383) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 662,25 (667,25) Dollar gefixt. (awp/mc/ab)

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