Eurokurs hält sich über 1,27 US-Dollar

Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag auf 1,2717 (Freitag: 1,2683) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7863 (0,7885) Euro. «Die schwachen Wachstumszahlen vom vergangenen Freitag aus den USA wirken noch nach», sagte Devisenexpertin Antje Praefcke von der Commerzbank. Die unerwartet starke Abschwächung des Wirtschaftswachstums im dritten Quartal hatte zum Wochenausklang für etwas Ernüchterung bei den Konjunkturoptimisten gesorgt. Der Dollar habe sich nun auf ermässigtem Niveau stabilisiert. Die jüngsten Konjunkturdaten bestätigten das bekannte Bild eines robusten Konsums bei einer allgemeinen Wachstumsabschwächung. Der Benzinpreisrückgang mache derzeit die Immobilienmarktschwäche etwas wett, sagte Praefcke.


Einkommen blieben weiterhin eine Stütze des Konsums
Auch aus Sicht von Postbank-Expertin Fabienne Riefer ist für den privaten Konsum in den USA weiterhin nicht mit einem Einbruch zu rechnen. Dies legten die jüngsten Daten zu den persönlichen Einkommen nahe. Die Einkommen blieben weiterhin eine Stütze des Konsums. Während sich das Wachstum der Einkommen der Verbraucher im September auf 0,5 Prozent beschleunigte, schwächte sich das Ausgabenwachstum auf 0,1 Prozent ab. Entscheidend für die Entwicklung an den Devisenmärkten in der laufenden Woche bleiben aus Sicht von Praefcke die US-Arbeitsmarktdaten. Diese werden erst am Freitag veröffentlicht.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6680 (0,6706) britische Pfund , 149,17 (150,26) japanische Yen und 1,5882 (1,5911) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 608,50 (596,25) Dollar gehandelt. (awp/mc/gh)

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