Eurokurs steigt deutlich über 1,36 US-Dollar

In der Spitze kletterte der Euro auf bis zu 1,3549 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittag noch auf 1,3615 (Donnerstag: 1,3574) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7345 (0,7367) Euro.


Angst vor negativen Auswirkungen der US-Hypothekenkrise
«Der deutliche Kursanstieg des Euro ist vor allem mit der Angst vor negativen Auswirkungen der US-Hypothekenkrise auf die Wirtschaft der Vereinigten Staaten zu erklären», sagte Devisenexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank. Robuste US-Konjunkturdaten vom Tage seien in diesem Umfeld kaum wahrgenommen worden. So waren die Auftragseingänge für langlebige Güter im Juli deutlich stärker als erwartet gestiegen. Auch die Verkäufe von Neubauten lagen deutlich über den Markterwartungen.


Skepsis gegenüber der US-Konjunktur
«Derzeit herrscht am Markt eine zu grosse Skepsis gegenüber der US-Konjunktur», begründete Fritsch die schwache Tagestendenz des Dollar. Zumal die eigentlich Dollar-stützenden Konjunkturdaten einen Zeitraum vor dem Ausbruch der Hypothekenkrise abbildeten. Auch in der kommenden Woche liege das Hauptinteresse auf weiteren Neuigkeiten vom US-Immobilen- und Hypothekenmarkt.


Referenzkurse
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,67885 (0,67650) britische Pfund , 157,70 (158,26) japanische Yen und auf 1,6362 (1,6387) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 660,85 (660,75) Dollar gefixt. (awp/mc/gh)

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