Eurokurs über 1,35 US-Dollar gestiegen

Sein zwischenzeitliches Hoch erreichte der Euro bei 1,3519 Dollar, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) am Nachmittag Signale für eine Zinserhöhung im September gesendet hatte. Den Referenzkurs des Euro hatte die EZB am Mittag noch auf 1,3493 (Dienstag: 1,3508) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete 0,7411 (0,7403) Euro.


Wegen weniger Konjunkturdaten kaum Impulse
«Trotz der Kursgewinne hat sich der Euro in keiner grossen Bandbreite bewegt», sagte Devisenexperte Folker Hellmeyer von der Bremer Landesbank. Von fundamentaler Seite habe der Euro wegen weniger Konjunkturdaten kaum Impulse erhalten. Nach wie vor sei die Lage an den Märkten von der Unsicherheit der Investoren wegen der US-Hypothekenkrise gekennzeichnet. Die Situation habe sich allerdings etwas beruhigt, was sich auch an der engen Handelsspanne des Euro zeige.


EZB hält an Zinskurs fest
Auftrieb erhielt der Euro am späten Nachmittag, nachdem die EZB signalisiert hatte, an ihrer für September geplanten Zinserhöhung festzuhalten. Die geldpolitische Strategie der Notenbank orientiere sich weiterhin an den Aussagen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet von Anfang August, teilte die EZB mit. Trichet hatte nach der letzten EZB-Ratssitzung eine Zinserhöhung für September in Aussicht gestellt. «Wenngleich ein Zinsschritt der EZB im September wahrscheinlich ist, halte ich ihn angesichts des bereits erreichten Leitzinsniveaus für überzogen», sagte Hellmeyer.


Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,67865 (0,68105) britische Pfund , 155,32 (154,98) japanische Yen und auf 1,6306 (1,6248) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde in London mit 659,50 (657,50) Dollar gefixt. (awp/mc/pg)

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