Eurozone: Wirtschaft erstmals seit 1995 geschrumpft

Dies teilte die Statistikbehörde Eurostat auf Basis einer Schnellschätzung am Donnerstag mit. Der bisher schwächste Wert war nach Angaben eines Statistikers eine Stagnation im zweiten Quartal 2003. Im ersten Quartal hatte sich die Wirtschaftsleistung noch um 0,7 Prozent erhöht. Zum Vorjahr erhöhte sich die Wirtschaftsleistung im Berichtszeitraum laut Eurostat saisonbereinigt um 1,5 Prozent. Im ersten Quartal hatte die Jahresrate noch bei 2,1 Prozent gelegen.


Inflation im Juli überraschend auf Vormonatswert von 4,0%
Die Inflation in der Eurozone hat im Juli überraschend auf dem Vormonatswert von 4,0 Prozent verharrt. Die europäische Statistikbehörde Eurostat revidierte in einer am Donnerstag veröffentlichten Mitteilung den in der Erstschätzung gemeldeten Rekordwert von 4,1 Prozent nach unten. Ökonomen hatten zuvor mit einer Bestätigung des Rekordwerts gerechnet. Im Monatsvergleich habe sich die Teuerung im Juli um 0,2 Prozent abgeschwächt, hiess es weiter. Hier hatten Volkswirte zuvor einen Rückgang um 0,1 Prozent erwartet. Die Inflationsraten für die Vormonate blieben unverändert. Demnach habe die Teuerungsrate im Juni 4,0 Prozent und im Mai 3,7 Prozent betragen.


Infaltionsspitzenreiter Lettland
Im Juli ermittelten die Statistiker die niedrigsten jährlichen Inflationsraten aller Staaten in der Europäischen Union in den Niederlanden (3,0 Prozent), Portugal (3,1 Prozent) und Deutschland (3,5 Prozent) und die höchsten in Lettland (16,5 Prozent), Bulgarien (14,4 Prozent) und Litauen (12,4 Prozent). Aus Sicht der Europäischen Zentralbank (EZB) ist Preisstabilität im Euroraum bei einer Inflationsrate von knapp unter zwei Prozent gewährleistet. Die tatsächlich gemessene Inflation ist damit mehr als doppelt so hoch wie von den Währungshütern angestrebt. (awp/mc/ps/17)

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