EZB erhöht Leitzins wie erwartet um 0,25 Punkte auf 3,50 Prozent

Dies teilte die EZB nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit. Das war die sechste Zinserhöhung seit Dezember 2005. Alle von AFX befragten Volkswirte hatten diese Entscheidung erwartet.


„Zeitnah auf Inflationsrisiken reagieren“
Es gebe mittelfristig weiter Aufwärtsrisiken, sagte EZB-Präsident Jean-Claude Trichet: „Wir müssen entschieden und zeitnah auf Inflationsrisiken reagieren.“ Die Zinsen in der Eurozone seien weiterhin niedrig und die Geldpolitik versorgend. Risiken für die Preisstabilität bestehen laut Trichet in einem erneuten Anstieg von Rohöl- und Rohstoffpreisen. Zudem könnten auch zusätzliche zu den bereits beschlossenen Steuer- und Abgabenerhöhungen für Aufwärtsrisiken sorgen. Zudem könnten Lohnerhöhungen ein Risiko für Preisstabilität werden.


Mittel- und langfristige Preisrisiken
Die Liquiditätsversorgung in der Eurozone ist laut Trichet in allen Abgrenzungen hoch. Das hohe Geldmengenwachstum signalisiere mittel- und langfristige Preisrisiken. Das Wachstum in der Eurozone wird sich nach Einschätzung von Trichet mittelfristig um ihr Potenzial bewegen. Hier stelle ein möglicher Ölpreisanstieg sowie eine mögliche Zunahme des Protektionismus ein Abwärtsrisikio dar. (awp/mc/pg)

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