Fiat plant Produktionskürzungen – Entlassungen nicht ausgeschlossen

Entsprechende Pläne stellte das Unternehmen bei einem Treffen mit der italienischen Regierung sowie Vertretern von Gewerkschaften und Lokalregierungen vor. Am Standort auf Sizilien sind rund 1.400 Mitarbeiter beschäftigt.


Produktionszusagen bis 2010
Für die übrigen Pkw-Werke machte Fiat Produktionszusagen bis 2010. Wegen der gesunkenen Nachfrage muss sich aber die Baumaschinen-Sparte CNH auf eine umfassende Umstrukturierung bei der Produktion bis hin zu Entlassungen einstellen. Zur Fiat-Gruppe gehören neben den Pkw-Marken Fiat, Alfa Romeo und Lancia der Lkw-Hersteller Iveco, die Sportwagen-Schmieden Ferrari und Maserati sowie die Bau- und Landmaschinenhersteller Case und New Holland und mehrere Komponenten-Hersteller.


Sorge um Arbeitsplätze in Italien
Im Zusammenhang mit den internationalen Expansionsplänen von Fiat – neben dem Einstieg beim US-Autobauer Chrysler hatten sich die Italiener auch für die Übernahme von Opel interessiert – waren in Italien immer wieder Sorgen um die Arbeitsplätze in der heimischen Fertigung geäussert worden. Fiat-Chef Sergio Marchionne bekannte sich nun klar zum Standort Italien: «Fiat ist Teil dieser Nation», versicherte der Manager.


Sechstgrösster Automobilhersteller weltweit
Marchionne hatte in der Vergangenheit mehrfach die Notwendigkeit von Konsolidierungen in der Autobranche angemahnt. Im Verbund mit Chrysler sei man zum sechstgrössten Automobilhersteller weltweit aufgestiegen, hiess es in der Mitteilung. Der italienische Autobauer stieg im Juni mit zunächst 20 Prozent bei Chrysler ein und verfügt über die Option, Mehrheitsgesellschafter zu werden. Im Tausch gegen die Aktienpakete stellt Fiat den Amerikanern seine Kleinwagen-Technologie zur Verfügung. Marchionne rückte im Zuge des Einstiegs auch an die Chrysler-Spitze. Fiat hatte im ersten Quartal einen Verlust von 411 Millionen Euro eingefahren, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 427 Millionen Euro erzielt worden war. (awp/mc/pg/26)

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