Finanzkonzern ING verdient wegen Finanzmarktkrise weniger

Der Überschuss im Kerngeschäft sei unter anderem wegen eines rückläufigen Kapitalanlageergebnisses um 15,2 Prozent auf 1,589 Milliarden Euro gefallen, teilte das im EuroSTOXX 50 notierte Unternehmen am Mittwoch in Amsterdam mit. Die direkten Abschreibungen infolge der Kapitalmarktkrise bezifferte die Bank auf lediglich 55 Millionen Euro. Zudem belastete der starke Euro den Gewinn.


Rückläufiges Ergebnis im Versicherungsgeschäft
Im Versicherungsgeschäft ging der Gewinn vor Steuern und vor Sonderposten um 31 Prozent auf 722 Millionen Euro zurück. ING konnte in der Sparte nur im asiatisch-pazifischen Raum zulegen, während der Gewinn in Europa und Amerika deutlich sank. Etwas zulegen konnte die Banksparte der ING Groep. Hier stieg der Vorsteuergewinn vor Sonderposten um 1,5 Prozent auf 1,405 Milliarden Euro. Damit profitierte der niederländische Finanzkonzern anders als zum Beispiel die Allianz von seiner breiten Aufstellung. Der Gewinn des deutschen Versicherers sank im ersten Quartal wegen roter Zahlen bei der Dresdner Bank sowie fehlender Erträge durch Kapitalanlagen um 65 Prozent auf 1,15 Milliarden Euro. Zum Vergleich: Der ING-Überschuss sank im ersten Quartal um 19 Prozent auf 1,54 Milliarden Euro. (awp/mc/ps)

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